St. Galler Kantonalbank: Gewinneinbruch wegen Steuerstreit

Der Steuerstreit mit den USA belastet das Ergebnis der
St. Galler Kantonalbank. Die Bank musste Rückstellungen bilden, diese schmälern nun den Gewinn. Gegenüber dem Vorjahr sank er um knapp 30 Prozent.

Das Logo der St. Galler Kantonalbank vor einer Präsentation.

Bildlegende: Gut 42 Mio. Franken mussten die St. Galler Kantonalbank wegen des Steuerstreits mit den USA zurückstellen. Keystone

Allein im Zusammenhang mit der Teilnahme am Steuerprogramm der US-Behörden stellte die Bank gut 42 Mio. Fr. zurück. Hinzu kommt der Rückzug aus dem grenzüberschreitenden Vermögensverwaltungsgeschäft und damit zusammenhängend der Verkauf von Teilen der Tochter Hyposwiss. Dies belastet den Reingewinn mit weiteren 9,6 Mio. Franken, wie die SGKB am Mittwoch mitteilte.

Der Reingewinn sank gegenüber dem Vorjahr um knapp 30 Prozent auf 108,7 Mio. Franken. Dies, obwohl das operative Ergebnis gut ausfiel, wie die Bank im Communiqué betonte. Der Bruttogewinn lag mit 220,9 Mio. Fr. nur leicht tiefer als 2012.

Das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft brachte praktisch gleich viel Geld ein wie im Vorjahr. Nach dem Gewinneinbruch erwartet die SGKB für das laufende Jahr wieder eine Erholung. Die Bank rechnet mit einem Reingewinn «in etwa im Rahmen des Geschäftsjahres 2012», wie sie mitteilte.