St. Galler Kongress beschäftigt sich mit dem Alter

Zum 9. Mal bereits findet in St. Gallen der World Demographic & Ageing Congress statt. Diesmal ist er dem Thema Demographie gewidmet. Konkret geht es um die weiterhin steigende Lebenserwartung in der Schweiz und ihre Folgen insbesondere auf die Arbeitswelt.

Senior am Arbeiten

Bildlegende: Infolge des steigenden Alters der Bevölkerung braucht es in der Arbeitswelt neue Ansätze. Keystone

Der demographische Wandel sei nicht nur eine gewaltige Herausforderung, sondern vor allem eine einzigartige Chance, schreiben die Veranstalter. Deshalb sollen am Kongress sowohl die gesellschaftlichen wie auch die wirtschaftlichen, gesundheits- und bildungspolitischen Konsequenzen behandelt werden.

Ältere Arbeitnehmer halten

Zentrale Frage ist das Pensionsalter. Während bürgerliche Politiker eine Anhebung des Rentenalters fordern, sieht beispielsweise Martin Flügel, Präsident der Gewerkschaftsdachorganisation Travail Suisse noch Potential bei der heutigen Regelung.

Tatsache sei, dass viele Arbeitnehmer vorzeitig aus dem Arbeitsprozess ausscheiden. Diese gelte es bis zur ordentlichen Pensionierung zu halten. Dazu müssten entsprechende Angebote geschaffen werden.

Gerade hinsichtlich eines sich abzeichnenden Arbeitskräftemangels in den kommenden Jahren sei es von Bedeutung, dieses Potential auszuschöpfen um zu verhindern, dass entsprechende Fachkräfte aus dem Ausland geholt werden müssten.