Stadt St. Gallen: Flüchtlinge bewohnen Zivilschutzanlage

Weil die kantonalen Asylzentren derzeit überlastet sind, bringt der Kanton die Flüchtlinge auch in Zivilschutzanlagen unter. Dazu wird der Keller der Gewerblichen Berufsschule in St. Gallen geöffnet.

Zivilschutzanlage mit Flüchtlingen.

Bildlegende: Während maximal sechs Monaten werden Flüchtlinge in der Stadt St. Gallen eine Zivilschutzanlage bewohnen. Keystone

Der Kanton schlug schon vor Wochen Alarm. Aufgrund der anhaltenden Flüchtlingsströme werden die Plätze für Asylsuchende knapp. Im «Regionaljournal Ostschweiz und Graubünden» sagte Roger Hochreutener, Geschäftsführer des Verbandes der St. Galler Gemeinden, dass darum auch eine Zivilschutzanlage in der Stadt St. Gallen geöffnet wird.

Nun ist bekannt, um welche Anlage es sich handelt. Ende August wird in der Zivilschutzanlage des Gewerblichen Berufs- und Weiterbildungszentrums St.Gallen im Riethüsli-Quartier vorübergehend eine Unterkunft für 50 bis 100 Asylsuchende zur Verfügung gestellt, wie der Kanton mitteilt. Vorgesehen sind Plätze für Frauen und Männer. «Für Familien ist die Unterkunft ohne Tageslicht wenig geeignet», erklärt Jürg Eberle, Leiter des kantonalen Migrationsamtes, gegenüber Radio SRF.

Für die Betreuung der Flüchtlinge sind der Zivilschutz und eine private Sicherheitsfirma verantwortlich.