Stadt St. Gallen will mehr Kongresse

St. Gallen lanciert eine neue Kongressstrategie: Die Stadt will in den nächsten fünf Jahren insgesamt 500'000 Franken investieren, um mehr Kongressveranstalter anzulocken. Zudem soll verhindert werden, dass Kongresse wegen des starken Frankens abwandern.

Teilnehmer sitzen in einem Raum an einem Kongress

Bildlegende: Das Kantonsspital, die Unviersität, die Fachhochschule und die Empa bringen der Stadt am meisten Kongresse. Olma Messen

Letztes Jahr fanden in der Stadt St. Gallen rund 34 Kongresse statt an insgesamt 27'000 Tagen. Da liegt mehr drin, findet die Stadt St. Gallen. Zudem müsse verhindert werden, dass weitere Kongresse wegen des starken Frankens ins Ausland wechseln.

Die neue Kongressstrategie beinhaltet verschiedene Massnahmen. Kongresse sollen finanziell gefördert werden. Dazu gibt es verschiedene Kriterien: regionale Verankerung, Wertschöpfung oder Anzahl Durchführungen.

Geplant sind des weiteren Transport-Angebot für die Kongressbesucher. Diese sollen von der Unterkunft bis zum Kongressort kostenlos den öffentlichen Verkehr nutzen. Zudem soll das Hotelangebot ausgebaut werden. Bei der Stadtentwicklung sollen mögliche Hotelstandorte eruiert werden, denn die Stadt kann zurzeit keine Grosskongresse beherbergen. Es gibt schlicht zu wenig Betten.

Das Stadtparlament entscheidet noch über den Kredit von 500'000 Franken.

Kongresse in St. Gallen:

St. Galler Demenz-Kongress
ca. 1000 Teilnehmer, national
European Colorectal Congress (ECC)ca. 1800 Teilnehmer, national und international
St.Gallen International Gastrointestinal Cancer Conference (GICC)ca. 300 Teilnehmer, national und international
START Summitca. 1200 Teilnehmer, national und international
Internationale Tagung Wirtschaftsinformatik (WI-Konferenz)ca. 800 Teilnehmer, national und international
St.Gallen Symposium (ISC)ca. 1000 Teilnehmer, national und international

Arbeitsgruppe Kongressstadt:

St.Gallen–Bodensee Tourismus, die Olma Messen, die kantonale Standortförderung, der HoteliervereinSt.Gallen–Bodensee sowie die Universität St.Gallen haben zusammen die neue Strategie ausgearbeitet.