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Ostschweiz SVP legt bei den Ausserrhoder Kantonsratswahlen zu

Bei den Kantonsratswahlen in Appenzell Ausserrhoden gewinnt die SVP drei Sitze und stellt neu zwölf Kantonsräte. Verlierer sind die Parteiunabhängigen und die SP. In Stein gibt es einen zweiten Wahlgang.

Legende: Video Appenzell: Wahlen mit neuer Sitzverteilung abspielen. Laufzeit 1:39 Minuten.
Aus Tagesschau vom 12.04.2015.

Die Parteien wurden bei diesen Wahlen gestärkt, da Sitze von kleinen Gemeinden in grosse Gemeinden verschoben wurde. Die SVP konnte schliesslich in Herisau um zwei Sitze zulegen und einen in Wolfhalden dazugewinnen.

Dass die Parteiunabhängigen drei Sitze verlieren, ist besiegelt. Ein vierter Sitz dürften die PU in Stein verlieren. Dort gibt es einen zweiten Wahlgang. Für die Nachfolge des in die Regierung gewählten Alfred Strickers, hatte im ersten Wahlgang ein SVP-Kandidat die Nase vorn.

Die SP legte zwar in Herisau auch einen Sitz zu. In den kleineren Gemeinden hatte sie dagegen weniger Erfolg.

Tabelle neue Sitzverteilung AR
Legende: Neue Sitzverteilung im Ausserrhoder Kantonsrat. srf

Weniger Sitze

Die Gemeinde Waldstatt hat durch die neue Sitzverteilung einen ihrer drei Sitze verloren. Zu den drei Bisherigen kandidierte auch Gemeindepräsident Andreas Gantenbein (FDP). Dieser schaffte die Wahl neben der Bisherigen Monika Bodenmann (FDP). Die beiden parteiunabhängigen Rolf Germann und Hans-Peter Ramsauer wurden abgewählt.

Walzenhausen verliert ebenfalls einen Sitz im Kantonsrat und konnte noch zwei Politiker in die Legislative wählen. Geschafft haben die Wahl die beiden Parteiunabhänigigen Peter Gut und Jürg Wickart. Abgewählt wurde der dritte Bisherige, Ruedi Tobler von der SP.

Plus ein Sitz

Heiden gewinnt dagegen einen Sitz dazu. Die Sitzverteilung bleibt praktisch gleich (zwei SP, ein CVP, ein SVP). Den zusätzlichen Sitz holt ein Parteiunabhängiger. Auch Teufen hat einen Sitz mehr und auch dieser wird von einem Parteiunabhängigen belegt. Die FDP verteidigt ihre drei Sitze und die SVP ihre zwei.

In Speicher wurde der Sitz des verstorbenen Ivo Müller (SP) frei. Zudem gewinnt auch diese Gemeinden einen Sitz dazu. Die beiden Sitze werden nun durch FDP-Politiker besetzt.

SP-Angriff knapp gescheitert

In Trogen schaffte die SP den Einzug ins Kantonsparlament nicht. Dort wurden die beiden Bisherigen FDP-Kantonsräte Niklaus Sturzenegger und René Langenegger bestätigt. SP-Kandidat Jens Weber hatte allerdings nur vier Stimmen weniger als Langenegger.

In Wolfhalden wurde ein Sitz frei. Neben dem bisherigen parteiunabhängigen Stephan Wüthrich wurde SVP-Kandidat Mario Wipf gewählt. Er setzte sich gegen eine Parteiunabhängige Kandidatin durch.

In Gais wurden drei Bisherige gewählt. Den freien Sitz ergatterte Jaap van Dam (PU) von der Arbeitnehmervereinigung. Er erhielt mehr Stimmen als seine Konkurrentin aus der FDP.

Fakten zu den Wahlen

  • Die 65 Sitze im Kantonsparlament werden nach dem Majorz-System in den einzelnen Gemeinden vergeben.
  • Einzig die Gemeinde Herisau wählt im Proporzsystem.
  • Die Sitzverteilung unter den Gemeinden ist neu: Kleinen Gemeinden stehen weniger Sitze zu, grössere bekommen zusätzliche Sitze.

Sitzverteilung Kantonsrat Appenzell Ausserrhoden


Vor den Wahlen
2015
FDP2424 (0)
Parteiunabhängige2117 (-4)
SVP912 (+3)
SP76 (-1)
CVP34 (+1)
EVP11 (0)

11 Kommentare

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  • Kommentar von Marlene Zelger, 6370 Stans
    Sehr gut. Gratuliere! Dasselbe bitte auch bei den nationalen Wahlen, liäbi Appezöllerinne ond Appezöller !!
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  • Kommentar von rene.weber, rapperswil
    Die EU ist ein diktatorischer Moloch. Die Einwanderung geht schrankenlos weiter. Wer kämpft denn dagegen? Eben...
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    1. Antwort von Marlene Zelger, 6370 Stans
      Sicher mal die Appezöller SVP. ich glaube, lieber Herr Weber, Sie haben sich in den falsche Artikel verirrt. Kein Problem, ist mir auch schon passiert. Ich hoffe sehr, dass die SVP auch bei den nationalen Wahlen noch einen Zacken zulegen wird, damit z'Bärn obe den EU Sympathisanten der Wind aus ihren Turbinen genommen werden kann.
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  • Kommentar von Rolf Bolliger, Orpund
    Es kehrt überall immer mehr Einsicht ein, welche Partei im Land am meisten Sorge zum Erfolgsmodell SCHWEIZ trägt: Bis jetzt gehört die wählerstärkste Partei in allen Kantonswahlen, vom laufenden Jahr, zu den "Wahlsieger"! Die ideologischen Kampf- und Hass-Schreiber haben ein klares Nachsehen, trotz ihren VIELEN Hassorgien gegen die SVP! Es ist nicht Schadenfreude, sondern eine Genugtuung, dass es bei immer mehr Bürger(innen) langsam "taget"!
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    1. Antwort von Hans Glauser, Herlisberg
      Wenn ich Ihre Kommentare lese kommt mir immer die SED Losung in denn Sinn"Die Partei hat immer recht!"
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    2. Antwort von A.schmid, Sevelen
      als Appenzellerin kann ich nur sagen, die FDP hat gewonnen und nicht die Schwarz / Weiss SVP. Die Welt ist etwas komplexer wie schwarz / weiss und viele der SVP wähler sehen einfach nicht wo die Welt steht sondern halten fest an Traditionen - die interessieren aber den Wohlstand noch den Konsumenten (Arbeitsplätze) Es täte Gut statt nur z.B. China schlecht zu reden, zu sehen was die besser machen - und da gibt es vieles! Hochmut kommt immer vor dem Fall...
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    3. Antwort von Marlene Zelger, 6370 Stans
      A. Schmid, mit den zeitlosen Traditionen Neutralität, Unabhängigkeit, direkte Demokratie, Zuverlässigkeit, Sicherheit ist die SVP schon immer gut gefahren und wird auch in Zukunft damit Erfolg haben. Wer ist seit mindestens 8 Jahren die wählerstärkste Partei im Land?
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    4. Antwort von Stefan Leutenegger, Koblenz
      Und da machen Sie den Denkfehler Herr Zelger. Es geht doch nicht um Parteistärke. Es geht um die Sache, um die Menschen. Ich will sachliche und GUT ÜBERLEGENDE Politiker. Da soll nach meiner Meinung die Partei ganz weit hinten anstehen.
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    5. Antwort von E. Waeden, Kt. Zürich
      @A. Schmid: Was machen denn die Chinesen besser als wir? Laut neusten Nachrichten ist in China der Wirtschaftswachstum rückläufig. Der unsrige stagniert nur ein wenig wegen des starken Franken. Und was ist falsch an Traditionen, welche auch China ganz viel davon hat & an ihnen festhält? Und denken Sie, die FDP interessiert sich für Hinz & Kunz, welche vielleicht Arbeit haben, es aber trotz dieser nie zu Wohlstand bringen werden? Fazit: Wer FDP wählt, wählt eine "Bonzen"-Partei.
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    6. Antwort von M.Kaiser, Rebstein
      Hr. Waeden, wir haben das Heu in nahezu allen Dingen auf derselben Seite. Was aber nun die SVP mit der Schmeichelei der von Ihnen gen. "Bonzen" Partei macht, gefällt mir gar nicht .Spätest bei den BR-Wahlen werden diese elenden Büezer - Ausnutzer, der SVP wieder in den Rücken fallen um ihre zwei BR mit Hilfe der Windfahnen-Parteien CVP, BDP, GLP über die Hürde zu lotsen. Und weiter geht der Beschiss wie gehabt. Wenn die SVP sich nicht klar von diesen Bonzen abgrenzt , wähle ich u. A. SP, sorry !
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    7. Antwort von Rolf Bolliger, Orpund
      Herr Glauser, jede Partei hat mehr oder weniger gute und mehrheitsfähige Vorschläge oder Erfolgsrezepte. Alle haben haben auch Schwachpunkte oder weniger erfolgreiche Anstösse! Wenn aber eine Partei seit vielen Jahren immer wieder Neuwähler gewinnt oder mindestens ihre prozentuale Stärke behalten kann, sind eben dessen Ziele, Arbeit und Akzeptanz in der Bevölkerung geschätzt! Ob Ihnen dies nun passt oder nicht, laufen Ihre primitiven Schlussfolgerungen völlig ins "Leere" und zeigen bloss Neid!
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