Thurgau setzt Vorstoss zum «Frühfranzösisch» um

Der Kanton Thurgau will den Französischunterricht in der Primarschule spätestens mit der Einführung des neuen Lehrplans 21 abschaffen. Das Departement für Erziehung und Kultur setzt damit einen Entscheid des Grossen Rats von Mitte August um.

Eine Schülerin mit einem Buch.

Bildlegende: Mit dem Lehrplan 21 soll der Französischunterricht aus der Primarschule verschwinden. Keystone

Bis im Herbst 2015 werde das Fremdsprachenkonzept überarbeitet, teilte die Staatskanzlei am Freitag mit. Geprüft wird ein Freifach Französisch für Primarschüler. Zentral sei, dass die bisherigen Leistungsziele und Kompetenzniveaus im Fach Französisch am Ende der obligatorischen Schulzeit auch in Zukunft erreicht würden.

Bis zur Einführung des Lehrplans 21 wird an den Thurgauer Primarschulen weiterhin Französisch und Englisch unterrichtet. In der kommenden Übergangszeit dürfe es keine qualitativen Abstriche beim Französischunterricht geben, schreibt der Kanton.

Den neuen Lehrplan 21 führt der Thurgau frühestens auf das Schuljahr 2017/2018 ein. Die Eckpunkte des neuen Sprachenkonzepts - ohne «Frühfranzösisch» - sollen in den kantonalen Bestimmungen des Lehrplans 21 verankert werden. Für Anfang 2016 ist dazu eine Vernehmlassung geplant.