Thurgauer Industrie-Exporte nach Deutschland brechen ein

Die Thurgauer Industriebetriebe haben im ersten Quartal 2013 einen Viertel weniger in ihren wichtigsten Absatzmarkt exportiert. Die Lage in der Thurgauer Industriebranche bleibt somit angespannt.

Ein Mann schraubt an einem Produktionsstandort an einem Pult Sachen zusammen.

Bildlegende: Nur gerade jedes zehnte Thurgauer Industrieunternehmen spricht von einer guten Geschäftslage. (Symbolbild) Keystone

Insgesamt sanken die Exporte der Thurgauer Industriebetriebe im Vergleich zur Vorjahresperiode um 9 Prozent. Der Rückgang betraf die Mehrzahl der grösseren Exportbranchen, schreibt der Kanton in einer Mitteilung. Einzig die Sparte Präzisionsinstrumente und -apparate verzeichnete ein Plus. Mit 20 Prozent fiel dies hingegen stark aus.

Die Thurgauer Industriebranche schaut nichtsdestotrotz etwas zuversichtlicher in die Zukunft als auch schon. Nur noch jeder fünfte (22 Prozent) statt jeder dritte (37 Prozent) Industriebetrieb spricht von einer schlechten Geschäftslage, wie sie gegenüber der KOF ETH sagten.

Anlass zur Hoffnung gebe der etwas bessere Bestellungseingang seit Anfang Jahr, auch wenn die Bücher derzeit noch zu wenig gefüllt sind. Entsprechend vorsichtig geben sich die Industriebetriebe in Bezug auf Arbeitsplätze.

Anders als in der herkömmlichen Industrie zeigt sich die Bauindustrie weiterhin von ihrer starken Seite. Anfang April meldeten 40 Prozent der befragten Baubetriebe eine gute Geschäftslage. Es gebe genügend Aufträge, heisst es. Die Zuversicht für das restliche Jahr bleibt in der Thurgauer Baubranche deshalb gross.