Thurgauer Industrie sieht nicht mehr so schwarz

Gemäss einer Umfrage der ETH sind die Auftragsbücher von Thurgauer Industriebetrieben zwar weiterhin nicht voll. Dennoch beurteilen die Unternehmen ihre Geschäftslage wieder optimistischer.

Thurgauer Industriebetrieb Stadler Rail.

Bildlegende: Gemäss einer Umfrage war die Stimmung in der Thurgauer Industrie Anfang 2016 gedrückt. Keystone

Die Stimmung in der Thurgauer Industrie bleibe zwar auch Anfang 2016 gedrückt, schreibt die kantonale Dienstelle für Statistik. Dennoch gibt es laut einer Umfrage der ETH Zürich wieder optimistische Stimmen. Verglichen mit dem Resultat der letzten Befragung im Herbst stuften deutlich weniger Betriebe die Lage als «schlecht» ein.

Nicht zufrieden seien die Unternehmen mit der Auftragslage. Bei Bestellungen aus dem Ausland beklagte sich mehr als jeder zweite Betrieb über einen zu niedrigen Bestand. Nur wenige meldeten, sie hätten volle Auftragsbücher. Die Thurgauer Exportwirtschaft verzeichnete im Vergleich zum Vorjahresquartal einen Rückgang von fünf Prozent. Im Gesamtjahr 2015 brach der Wert der exportierten Waren um zwölf Prozent ein.

Einbussen im Bau-Sektor

Während sich die Situation beim Detailhandel laut der Umfrage nicht wesentlich verändert hat, meldet die Bauwirtschaft einen Rückgang. Nur noch jeder fünfte Baubetrieb sei mit der aktuellen Lage zufrieden.