Thurgauer Politik fordert Betreuungsplätze für Demenzkranke

Ökonomen schlagen Alarm: Sie gehen davon aus, dass in der Schweiz bis in 15 Jahren deutlich mehr Pflegeplätze nötig sind. Die Thurgauer Regierung arbeitet derzeit an einem neuen Betreuungskonzept.

Situation im Altersheim

Bildlegende: In der Pflege stehen in Zukunft grössere Veränderungen an. Keystone

Auslöser der Diskussion im Thurgauer Kantonsparlament ist ein Regierungsentscheid des letzten Jahres: Da es im Kanton im Moment genügend Pflegebetten gebe, fror die Regierung die Bettenobergrenze vorübergehend ein. Die nötige Anzahl der Plätze werde im Rahmen der Pflegeheimplanung 2016 überprüft.

Im Kantonsparlament sorgt dies inzwischen für Unmut. Die demografische Entwicklung und die steigende Zahl von Demenzkranken mache es nötig, künftig mehr Pflegeplätze anzubieten, waren sich verschiedene Politiker einig. In einem Vorstoss der SP, CVP und GLP wurde die Frage aufgeworfen, wie die Regierung genügend Plätze für Demenzkranke sicherstellen wolle. Regierungsrat Jakob Stark verwies auf ein Betreuungskonzept, dessen Inhalt nach den Sommerferien bekannt gegeben werde. Dann sei es möglich, über die einzelnen Punkte zu diskutieren.