Tourismus im Toggenburg weiter auf Talfahrt

Die Bettenauslastung der Hotelbetriebe hat sich in den St. Galler Tourismusregionen seit 1992 unterschiedlich entwickelt. Vor allem im Toggenburg ist sie stark zurückgegangen. Nur dank zurückgehenden Bettenkapazitäten konnte dafür gesorgt werden, dass die Auslastung nicht noch weiter sank.

Churfirsten im Hintergrund und Kühe vorne

Bildlegende: Im Toggenburg gingen die Ankünfte 2013 um vier Prozent zurück und die Logiernächte stagnierten. Toggenburg Tourismus

Die Anzahl Gästeankünfte und Logiernächte ist im Kanton St. Gallen letztes Jahr leicht zurückgegangen. In den Regionen St.Gallen-Bodensee und Zürichsee stieg die Anzahl Gäste um rund fünf Prozent an, im Toggenburg sanken die Ankünfte um vier Prozent. Aussergewöhnlich stark war der Rückgang in der Region Heidiland. Er lässt sich wie folgt erklären: Seit Anfang Jahr fliessen die vermieteten Zimmer der Ferienwohnungen des Walensee Resorts nicht mehr in die Hoteleriestatistik. Berücksichtigt man diese Verzerrung, so ist die Anzahl Gäste nur leicht gesunken. Die Gäste verweilten letztes Jahr rund 2,3 Tage im jeweiligen Hotel.

Schaut man die Zahlen der letzten zehn Jahre der Fachstelle für Statistik des Kantons St. Gallen an, kann folgendes gesagt werden: Die Auslastung am Zürichsee ist gestiegen, in den Regionen Heidiland und St. Gallen-Bodensee ist sie etwa konstant geblieben und im Toggenburg stark zurückgegangen.

Auswertungen nach Sternenkategorien und Betriebsgrössen ergeben, dass die Auslastung der Hotelleriebetriebe in der Tendenz mit zunehmender Sternezahl und mit zunehmender Grösse ansteigt.