Über 60 und nicht müde

Im Herbst 2015 wird das Eidgenössische Parlament gewählt. Von den 26 National- und 10 Ständeräten aus den Ostschweizer Kantonen und Graubünden werden zu diesem Zeitpunkt zwölf Parlamentarier 62 Jahre alt sein - oder älter. Die meisten kandidieren erneut.

Lucrezia Meier-Schatz im Parlamentssaal im Bundeshaus.

Bildlegende: Auch Lucrezia Meier-Schatz (Mitte) gehört zu den älteren Parlamentariern aus der Ostschweiz. Keystone

Der älteste Ostschweizer im Nationalratssaal ist Walter Müller aus Azmoos. Der St. Galler FDP-Mann wird auch für die nächste Legislatur kandidieren. Er fühle sich noch fit für das Amt, sagt er gegenüber dem «Regionaljournal Ostschweiz und Graubünden» von Radio SRF. 2015 wird Müller 67 Jahre alt sein.

Amtszeitbeschränkung für Meier-Schatz

Auch der CVP-Nationalrat Jakob Büchler aus Maseltrangen will nochmals nach Bern. Es ist die vierte Amtsperiode für den bald 63-jährigen. Ob Lucrezia Meier-Schatz aus St. Peterzell nochmals kandidieren wird, entscheidet die CVP-Frau aus dem Toggenburg erst im Frühjahr 2015. Da es sich um die 5. Periode handeln würde und die CVP eine Amtszeitbeschränkung kennt, müssten zwei Drittel der CVP-Delegierten einer Kandidatur zustimmen.

Ebenfalls kandidieren will der St. Galler SP-Ständerat Paul Rechsteiner, seit 1986 in Bern und dannzumal 63-jährig, und die Grünliberale Margrit Kessler aus Altstätten mit Jahrgang 1948.

Der bald 62-jährige Hansjörg Hassler aus Donat (GR) hingegen gibt seinen Sitz ab. Nochmas antreten werden Josias Gasser (Grünliberale, Jahrgang 1952) und Silva Semadeni (SP, Jahrgang 1952).

Walter und Eberle wollen nochmals, Altherr ist noch unentschieden

Für den Thurgau gehen bei den älteren Bundesparlamentariern Hansjörg Walter (Nationalrat, Jahrgang 1951) und Roland Eberle (Ständerat, Jahrgang 1953) ins Rennen.

Noch offen ist, ob Hans Altherr (FDP), Ausserrhoder Ständerat, nochmals kandidieren wird. Er wird nächstes Jahr 65.

SG: Kampf um Ständeratssitz?

Fest steht ausserdem, dass Thomas Müller, Rorschacher Stadtpräsident und SVP-Nationalrat, nochmals nach Bern will. Ob er als Kampfkandidat auch für den Ständerat zur Verfügung stehen wird, entscheidet die SVP-Parteileitung im Herbst 2014.