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Ostschweiz Über Kantonsgrenzen hinaus denken

Bund, Kantone und Gemeinden haben neu ein gemeinsames Raumkonzept. Das Ziel: Sie sollen in der Planung von Siedlung, Energie und Verkehr an einem Strick ziehen. Das neue Raumkonzept ist nicht zwingend – es ist laut Bund eine Orientierungshilfe.

Im Mai 2006 unterzeichneten die Vertreter von Bund, Kantonen und Gemeinden die Vereinbarung «Raumkonzept Schweiz». Die Idee war, eine landesweit einheitliche Vision für die Raumplanung zu definieren. Somit ist nun das erste Strategiedokument entstanden. Dieses schlägt drei Strategien vor:

  • Gemeinde und Städte vernetzen
  • Siedlungen und Landschaften aufwerten
  • Verkehr, Energie und Raumentwicklung abstimmen

Mit eigenem Raumkonzept abgleichen

Nach Möglichkeit sollen Bund, Kantone und Gemeinden ihre Richt- und Sachpläne auf das neue Raumkonzept abstimmen, zum Beispiel beim Planen von Siedlungen, Strassen, Bahntrassen oder Stromleitungen. Dies werde man auch machen, sagt Ueli Strauss, Leiter vom St. Galler Amt für Raumentwicklung, gegenüber «Regionaljournal Ostschweiz». Beim Erstellen des eigenen Raumkonzepts werde der Kanton St. Gallen sich an den Beispielen im Raumkonzept Schweiz orientieren.

Komplett neue Impulse gebe dieses gemeinsame Konzept aber nicht, sagt Andrea Näf, Leiterin vom Thurgauer Amt für Raumentwicklung.

Wir fühlen uns aber bestärkt, dass wir mit dem kantonalen Richtplan auf dem richtigen Weg sind.

Dieser sieht – wie das Raumkonzept Schweiz – eine genauere Abstimmung über die Kantons- und Landesgrenze hinaus vor, beispielsweise bei einer gemeinsamen Energiequelle.