Viele Glarner haben genug von Anna Göldi

Vor fünf Jahren wurde die sogenannte letzte Hexe Europas in Glarus rehabilitiert. Seither gibt es diverse Aktivitäten und auch ein Anna-Göldi-Museum. Dass nun noch ein Denkmal für Anna Göldi geplant ist, stösst in Glarus allerdings nicht nur auf Begeisterung.

Irgendwann sei es genug, sagt zum Beispiel der Kirchenpräsident von Obstalden in der Gemeinde Glarus Nord, Walter Schaub. Er wehrt sich seit Jahren gegen den seiner Meinung nach unnötigen Anna-Göldi-Kult. Man habe heute dringendere Probleme zu lösen, sagt Schaub.

Gemeinde zahlt nichts

Ein Parkplatz, auf dem diverse Autos abgestellt sind.

Bildlegende: Auf diesem Platz wurde Anna Göldi vor 230 Jahren geköpft. SRF

Der Glarner Gemeindepräsident Christian Marti hat Verständnis für Walter Schaub. Er spüre in Glarus eine gewisse Anna-Göldi-Müdigkeit. Marti wehrt sich aber nicht grundsätzlich gegen das geplante Denkmal. Gleichzeitig stellt er klar, dass sich die Gemeinde nicht finanziell daran beteiligt.

Begeisterung von aussen

Die Anna-Göldi-Stiftung wertet im Moment rund 40 Vorschläge für das geplante Denkmal aus und will sich dann entscheiden wie es weitergeht. Initiant Walter Hauser ist sich bewusst, dass es im Kanton Glarus Widerstand dagegen gibt. «Ausserhalb des Kantons kommt die Idee aber super an», sagt Hauser im Interview mit der Sendung «Regionaljournal Ostschweiz» von Radio SRF.