Wasserdiebe sind zunehmend ein Problem

Die Wasserversorgung Seerücken West im unteren Thurgau kämpft gegen Wasserdiebe. Aufgrund eines Wasserdiebstahls fiel im vergangenen Sommer beinahe die Wasserversorgung aus. Mit dem Problem kämpfen auch andere Ostschweizer Wasserversorger.

Wasserreservoir

Bildlegende: Das Reservoir Hörnli wurde von Unbekannten innert weniger Stunden leer gesaugt. Keystone

Der Wasserversorgung Seerücken West fehlt regelmässig Wasser, welches nicht bezahlt wird. Zu einem besonders gravierenden Fall von Wasserdiebstahl kam es im letzten Sommer. Wasserdiebe saugten ein Reservoir beinahe leer. Wie diese das Wasser abzapften, konnte Brunnenmeister Christian Müller bis jetzt nicht herausfinden.

Müller entwickelt nun mit Brunnenmeistern der umliegenden Gemeinden ein Konzept. So sollen im Notfall einzelne Wasserstränge abgestellt werden, um das Gebiet des Diebstahls eingrenzen zu können. Müller hofft, so den Wasserdieben auf die Schliche zu kommen.

Unwissen oder Mutwilligkeit

Zunehmend mit Wasserdieben zu kämpfen, hat zum Beispiel auch die Stadt St. Gallen. Ab und zu werde Wasser illegal von Hydranten abgezapft, sagt René Lutz, welcher in St. Gallen für die Wasserversorgung zuständig ist. Die Diebe handelten aber oftmals aus Unwissen.

Ein weiteres Problem seien die Wasserzähler. Diese konnten gemäss Lutz bis anhin ohne grössere Probleme manipuliert werden. Deshalb habe die Stadt St. Gallen Anfang Jahr überall Plomben installiert, um Diebstähle besser zu erkennen.