Weg frei: Tritte für Gämse montiert

In der Churfirsten-Südflanke verirren sich immer wieder Gämse und Steinböcke auf einem schmalen Felsband. Von dort ist es für die Tiere schwierig, zu entkommen. Nun haben Fachleute eine Art Treppe in der Felswand montiert und damit den Weg für die Tiere geöffnet.

Höhenarbeiter in der Felswand

Bildlegende: Hoch über dem Walensee sprengten Höhenarbeiter eine Treppe in den Fels. zvg

Gegen unten versperrte den Tieren eine überhängende Felswand den Weg. Nach oben war eine Felsnase das Hindernis. Wie die Tiere bisher von dieser Stelle wieder weg kamen, kann sich Wildhüter Albert Good nicht erklären. «Ich ging davon aus die Tiere seien abgestürtzt. Weil aber keine Kadaver gefunden wurden, haben die Tiere wohl irgendwie einen Weg aus der Sackgasse gefunden», so Good.

Zwei Höhenarbeiter im Fels.

Bildlegende: Die Arbeiten am Fels waren schwierig wegen dem überhängenden und harten Fels. zvg

Um das Probelm für die Tiere zu entschärfen hat man nun Tritte in die Felswand montiert. Mit einem Helikopter wurden Fachmänner und der kantonale Wildhüter zur Stelle im Fels geflogen. Mit Bohrhammer und dosierten Sprengungen wurde die «Notleiter» gebaut. Über sie können die Gämse oder Steinböcke die Felsnase nun überwinden. Die Bauarbeiten am Fels waren schwierig. Ob die Tiere diese Treppe nun nutzen, werde sich herausstellen, sagt Wildhüter Albert Good.