Weiterhin Fluglärmmessungen im Thurgau

Aus Kostengründen wollte der Regierungsrat 60'000 Franken für die Fluglärmmessungen im Hinterthurgau aus dem Budget streichen. Das gab am Mittwoch im Kantonsparlament eine regelrechte Lawine der Kritik. Schliesslich wurde das Geld wieder ins Budget aufgenommen.

Flugzeug über einem Haus.

Bildlegende: Vor allem Kantonsräte aus dem Hinterthurgau setzten sich für die Weiterführung der Fluglärmmessungen ein. Keystone

Laut Baudirektorin Carmen Haag (CVP) hätten die seit neun Jahren durchgeführten Messungen keinerlei rechtliche Verbindlichkeit und nützten bei den Verhandlungen um eine gerechte Fluglärmaufteilung des Flughafens Zürich nichts. Zudem gebe es andere verlässliche Messungen, welche dieselben Resultate liefern.

Mit dem Abbruch der Lärmmessungen war die Mehrheit im Kantonsrat jedoch nicht einverstanden und folgte mit 63 zu 32 Stimmen einem Antrag von Patrick Hug (CVP), die Messungen weiterzuführen. Einen SVP-Antrag, wonach die Messungen zwar weitergeführt, das Budget jedoch trotzdem um 60'000 Franken gekürzt werden sollte, lehnte der Rat klar ab.