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Ostschweiz Wolf hinterlässt Spuren in Urnäsch

Auf einer Alp bei Urnäsch ist ein Reh von einem Wolf gerissen worden. Es ist nicht das erste Mal, dass ein Wolf in Ausserrhoden zuschlägt.

Legende: Audio «Interview mit Jagdverwalter Heinz Nigg (10.04.2015)» abspielen. Laufzeit 2:53 Minuten.
2:53 min

Es ist das zweite Mal, dass ein Wolf in Ausserrhoden zuschlägt. Ein Wildhüter fand die gerissene Rehgeiss am 19. März im Gebiet Sauböhl bei Urnäsch. Anhand von DNA-Proben stellte das Laboratoire de Biologie de la Conservation der Universität Lausanne fest, dass das Reh von einem Wolf italienischer Herkunft getötet worden war. Weitere Untersuchungen sollen noch genauere Angaben zum Wolf liefern.

Im Mai 2014 waren in Heiden AR und in Untereggen SG je zwei Schafe gerissen worden - auch damals von einem Wolf italienischer Herkunft. Laut dem Ausserrhoder Jagdverwalter Heinz Nigg könnte jetzt in Urnäsch wieder der gleiche Wolf aufgetreten sein.

Wolf auf Wanderschaft

Es sei aber auch gut möglich, dass ein Wolf aus dem Calanda-Rudel das Reh in Urnäsch gerissen habe, sagte Nigg der Nachrichtenagentur sda. Im Frühjahr seien die Wölfe auf Wanderschaft, und sie könnten dabei grosse Distanzen zurücklegen.

Beim Wolfsriss von 2014 in Heiden AR handelte es sich um ein Tier italienischer Herkunft, das auch im Wallis Spuren hinterlassen hatte und später bis in die Ostschweiz gewandert war. Seit 2014 habe es auf jenen Wolf keine Hinweise mehr gegeben. Seit dem 19. März gab es im Appenzeller Hinterland keine weiteren ungeklärten Funde von Fallwild. Laut dem Jagdverwalter wurden auch keine Risse von Haustieren oder andere ungewöhnliche Beobachtungen gemeldet. Der Wolf halte sich höchstwahrscheinlich nicht mehr im Gebiet auf, er sei wohl weitergezogen.

4 Kommentare

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  • Kommentar von Regina Fürst, Chur
    Jetzt werden doch tatsächlich Abklärungen (mit DNA!) gemacht, welcher Wolf von welcher Abstammung ein Tier gerissen hat! Darf ich fragen, wer diese hohen Kosten bezahlt und für was solche Abklärungen gut sind? Ein Tier wurde gerissen, weil der Wolf Hunger hatte. Der Wolf wurde in der Schweiz angesiedelt, weil er hier mal gelebt hat. Wenn der Wolf legal in der Schweiz lebt, verstehe ich jetzt all die Projekte und mit hohen Kosten verbundenen Abklärungen wegen eines Tierrisses nicht...
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  • Kommentar von Hans Schneider, Wil
    Damit man mich richtig vesteht: ich bin pro-natürliche Einwanderung des Wolfes - aber bitte immer mit fairer Berichterstattung, das ist kein nettes Kuscheltierchen. Ich finde es bedenklich wenn Berichte wie: 1 : http://www.20min.ch/schweiz/news/story/Jetzt-fressen-die-Woelfe-schon-die-Hofkatzen-13560063 2 : http://www.jaegermagazin.com/aktuelles/detail.php?objectID=5456&class=62 unterdrückt werden...am Ende des Tages fällt das auf den Wolf zurück.
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  • Kommentar von I.Bürgler, lbach
    Zum Überdenken an alle Wolfs- Bär- und Luchsbefürworter. Das Krokodil oder die Anaconda wären doch auch noch schöne Tierchen. Diese sollte man beispielsweise im Zürichsee oder in den anderen Seen der Schweiz einführen oder nicht? Oder hätten diese Tiere nicht auch die Berechtigung in der Schweiz zu leben wie der Wolf, Luchs und der Bär?
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    1. Antwort von Roman Kym, Möhlin
      Da hast Du schon Recht. Doch bedenke: Wölfe, Bären und Luchse fühlen sich in der Schweiz wohl. Sicher könnte dies ein Krokodil vielleicht auch, doch diese sind hier nicht „zuhause“. Die leben im Amazonas und gehören (bösse ausgedrückt) nicht hierher. Wir kennen Bären (mehr oder weniger), doch eine Anakonda ist uns fremd und würde auch so behandelt werden. Ein Bewohner im Regenwald kannst Du auch nicht einfach einen Luchs geben. Für die ist diese Katze so unbekannt, wie für uns ihre Schlange.
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