Asylbewerber kommen nun doch nach Alpnach

Der Bund eröffnet im Sommer eine temporäre Unterkunft. Rund 100 Personen werden sechs Monate lang in der Truppenunterkunft «Kleine Schliere» untergebracht - trotz Bedenken der Gemeinde und der Landeigentümerin.

Blick auf eine Baracke.

Bildlegende: Sechs Monate lang werden ab dem Sommer maximal 100 Asylbewerber in der Truppenunterkunft Kleine Schliere untergebracht. Keystone

Das Truppenlager «Kleine Schliere» sei im Rahmen des Auftrages des Bundesrats als geeignet eingestuft worden, teite das Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) am Montag mit. Das VBS sucht im Auftrag des Bundesrats nach möglichen Armeeunterkünften zur befristeten Umnutzung. 

Die Obwaldner Regierung und die Gemeinde Alpnach erachteten im Vorfeld den Standort Kleine Schliere für eine Asylunterkunft als ungeeignet. Die Regierung schlug als alternativen Standort das Flugplatzareal vor.

Auch die Korporation Alpnach war skeptisch: Sie vertrat die Meinung, dass die Unterkunft nicht während eines Zeitraums von mehr als sechs Monaten genutzt werden solle. Diesen Entscheid werde man nun wohl akzeptieren müssen, sagt Korporationspräsident Walter Hug.