Bars bringen Sicherheit

Wie macht man öffentliche Plätze, auf denen sich Passanten unsicher fühlen, wieder sicher? Nicht mit Polizei, sondern mit Bars, lautet die Antwort der Stadt Luzern. Die Sommerbars in der Badi Ufschötti und im Inselipark sind ein Erfolgsmodell, welches nun auch vor dem KKL angewandt wird.

Die neue Sommerbar auf dem Europaplatz vor dem KKL.

Bildlegende: Die neue Sommerbar auf dem Europaplatz vor dem KKL. SRF

«Dock 14» heisst die neue Bar direkt vor dem KKL - es ist ein einfacher Gastrostand mit einige Plastiktischen und -stühlen und ein paar Kisten mit Kissen. Die Bar soll den Europaplatz beruhigen. Die Idee dahinter: die Durchmischung auf einem öffentlichen Platz soll dazu führen, dass die verschiedenen Nutzer auf einander Rücksicht nehmen. Soziale Kontrolle statt Polizeipräsenz.

Die Sommerbar sei «ein wichtiger Beitrag zum subjektiven Sicherheitsgefühl», sagt KKL-Präsident Pius Zängerle. «Es geht nicht darum, die jungen Leute, die bereits hier sind, zu vertreiben.»

Die Sommerbar Buvette auf dem Inseli.

Bildlegende: Die Sommerbar Buvette auf dem Inseli. SRF

Das Prinzip der Sommerbars wendet die Stadt Luzern schon seit gut 10 Jahren an. Zuerst mit der Bar in der Badi Ufschötti, dann mit der Buvette auf dem Inseli hinter dem KKL. Das Inseli hatte vorher einen sehr schlechten Ruf und galt als gefährlich. Mit der Buvette und der zweiten Bar Volière weiter hinten auf dem Inseli hat sich die Situation komplett verändert.

Stadträtin Ursula Stämmer, die als frühere Sicherheitsdirektorin von Anfang an dabei war, ist überzeugt, dass die Sommerbars ein Erfolgsmodell sind: «Ich könnte im Moment nicht sagen, wo wir ein Problem hätten.»