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Zentralschweiz Beschädigtes Bahntrassee bei Arth wieder befahrbar

Die Luzerner Zufahrtsstrecke zum Gotthardtunnel ist wieder betriebsbereit. Die Instandsetzungsarbeiten nach einer Zugskollision wurden am Freitagmorgen abgeschlossen. Ab Mittag rollt der Fernverkehr wieder über die Strecke, am Nachmittag auch die S-Bahn.

Legende: Video «Ein Toter bei Zugunglück auf der Gotthardstrecke» abspielen. Laufzeit 4:40 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 18.03.2015.

Die Arbeiten seien planmässig um 9.30 Uhr abgeschlossen worden, sagte SBB-Sprecher Christian Ginsig auf Anfrage. Die Strecke zwischen Immensee und Arth-Goldau sei seither technisch wieder in Betrieb.

Ab 12 Uhr rollt der Fernverkehr von Luzern Richtung Gotthard wieder über die Strecke, ab 15 Uhr auch die S-Bahn. Ginsig begründet dieses etappierte Vorgehen mit der Betriebslogistik und der Fahrzeugplatzierung. Die Unfallstelle sei auf beiden Gleisen ohne Einschränkungen befahrbar, sagte er.

Auch Güterverkehr rollt wieder

Auch der Güterverkehr rollt seit Freitag wieder von Rotkreuz via Immensee und Arth-Goldau Richtung Süden. Wegen des Streckenunterbruchs waren in den Nächten auf Donnerstag und Freitag insgesamt 117 Güterzüge via Walchwil umgeleitet worden. Trotzdem kam es zu einem Rückstau, der nun abgebaut werden muss.

Die Höhe des Schadens steht noch nicht fest, es werden gemäss Ginsig aber sicher mehrere hunderttausend Franken sein. Weil hunderte Liter Öl ausgelaufen waren, musste auf einer Länge von 30 Metern der Schotter ausgebaggert werden und die Wannen gereinigt werden. Die Gleise mussten wieder neu verlegt werden. Auch die Fahrleitungen waren bei dem Unfall in Mitleidenschaft gezogen worden.

Der Unfall hatte sich am frühen Mittwochmorgen um 4.30 Uhr zwischen Immensee SZ und Arth-Goldau ereignet. Ein Bauzug, der von einer Lokomotive gestossen wurde und an dessen Spitze ein Mannschaftswagen war, fuhr auf einem Viadukt in eine zweite, stillstehende Komposition auf. Dabei kam ein Arbeiter ums Leben, ein weiterer Mann wurde mittelschwer verletzt.

10 Kommentare

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  • Kommentar von P Zunger, Basel
    Priorität in letzten Jahren bei SBB war halt massiver Ausbau der Zentralverwaltung (Verdopperlung des Personals seit Antritt von CEO Meyer im 2007), der Neubau für 160 Mio Fr im 2014 bezogen, in Schlieren neues SBB Hochhaus, kürzlich neue Zentralverwaltung von SBB Cargo in Olten eingeweiht. FABI Milliarden machen es möglich, man hat viel Geld für teure Verwaltung, dafür weniger für Infrastruktur. "Heute sind sie besser im Zulangen wie im Anpacken…", Hans G. Wägli, früherer SBB Pressesprecher.
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  • Kommentar von Rolf Bolliger, Orpund
    Auch wenn die SBB nun "fieberfaft und ausweichend" nach der Unfallursache sucht, ist auch dieser folgenschwere "Tätsch" schlussendlich wieder mit 99% Sicherheit auf menschliches Versagen (Unachtsamkeit) zurückzuführen! Als ehemaliger Eisenbahner macht mir die Häufung solcher Fehlverhalten von Mitarbeitern sehr zu schaffen! Vor 55 Jahren war für jeden Bähnler die Rekrutenschule nötig, gute Gesundheit, Schweizerbürger ohne Eintrag im Strafregister, usw. Mir scheint, heute ist ALLES ganz anders!
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    1. Antwort von s.kündig, Orpund
      Vielleicht fahren jetzt auch einige Züge mehr als damals und es geht nicht mehr gar so gemütlich zu und her, so passieren halt auch mehr Unfälle. Denke nicht das da eine absolvierte Rekrutenschule und der Schweizerpass viel ändert Herr Bolliger.
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    2. Antwort von Christoph Lorenz Aeberhard, Orpund
      Ja dass ist so dass gehobene Kadern kennt nur noch Chronos und Finanzen sie arbeiten ja nicht draussen bei jedem Wetter und müssen oft Probleme an Ort und stelle lösen dieses Gremieum hat Zeit ( Chronos ) machen sie ja die Vorgaben.
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    3. Antwort von Karl Müller, Orpund
      Ich frage mich, was die SBB dem Herrn Aeberhard angetan hat. Ist er etwa (unzufriedener) Bähnler? Natürlich ist der Druck heute grösser als vor 40 oder 50 Jahren. Das ist in jedem Beruf so, selbst beim Landwirt oder Krankenpfleger(in). Das verursacht aber nicht notgedrungen mehr Zwischenfälle, denn der Konzentrationslevel steigt auch.
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    4. Antwort von Rolf Bolliger, Orpund
      Natürlich, Herr (oder Frau) "s. kündig", der Schienen-Verkehr hat in den letzten 50 Jahren stark zugenommen. Im Strassenverkehr noch viel stärker! Nur, wer verursacht dort die grässlichsten "Rasertragödien"? Eben, das meinte ich mit den früheren notwendigen Bedingungen, ein Bähnler zu werden! Man darf (und sollte) OFFEN sagen und denken dürfen, in einem Land, das die Meinungsfreiheit als höchstes Gut pflegen darf!
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  • Kommentar von Christoph Lorenz Aeberhard, CH - 6062 Wilen ( Sarnen )
    Es wäre wahrscheinlich von grossem Vorteil für alle Beteiligten wenn die zu sanierenden Strecken für jegliche anderen Bewegungen mit genügend Vorzeitinformation ohne Stress und Finanzgeilheit zu sperren mit genügend vorheriger Informationszeit somit können sich alle Wirtschaft KMU Benützer und die Bevölkerung diese Ausfälle händeln dass ist möglicherweise für die Finanzbilanz zu vorkommender sprich rentabler langfristig ! Diese idiotische kranke Deklarierung > just in time < frist das harte Gel
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    1. Antwort von Bernhard Lüthi, CH - 6062 Wilen ( Sarnen )
      Kommentar hin oder her: Kürzere Sätze werden lieber gelesen.
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