Luzerner Staatsanwaltschaft Bilanz der neuen Abteilung Wirtschaftsdelikte fällt gut aus

Die Luzerner Staatsanwaltschaft zieht nach den ersten sechs Monaten der neuen Abteilung für Wirtschaftsdelikte eine positive Bilanz. Im Kampf gegen die Wirtschaftskriminalität seien «erste Erfolge» erzielt worden, erklärt Oberstaatsanwalt Daniel Burri.

Die neue Abteilung Wirtschaftsdelikte hatte vor allem mit Betrugs- und Urkundendelikte zu tun.

Bildlegende: Die neue Abteilung Wirtschaftsdelikte hatte vor allem mit Betrugs- und Urkundendelikte zu tun. Keystone

  • Die neue Abteilung für Wirtschaftsdelikte hat am 1. Juli 2016 ihre Arbeit aufgenommen. Sechs neue Stellen wurden geschaffen.
  • Bis Ende 2016 wurden ihr 338 Fälle zugewiesen. Dabei ging es vor allem um Betrugs- und Urkundendelikte.
  • Die neue Abteilung nahm 69 Hausdurchsuchungen vor und führte 80 Einvernahmen.
  • 89 Fälle konnten bisher abgeschlossen werden. Daraus ergaben sich drei Anklagen vor Gericht. 31 weitere Fälle wurden mit einem Strafbefehl erledigt.

Diese Zahlen gehen aus dem am Mittwoch veröffentlichten Jahresbericht der Staatsanwaltschaft hervor. Oberstaatsanwalt Daniel Burri zog eine positive Bilanz: «Wir sind zwar bereits voll ausgelastet mit unseren 14 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, konnten aber auch schon einiges erreichen.»

Zahl der Fälle fast konstant

Total behandelte die Luzerner Staatsanwaltschaft im letzten Jahr 49'911 Fälle. Dies bedeutet eine Abnahme von 0,5 Prozent. Die Arbeitslast bleibe damit «konstant hoch», sagt Daniel Burri.

Grosse Veränderungen in der Statistik gab es nicht. Bei Jugendlichen wurden weiter weniger Bagatelldelikte wie Kiffen, Ladendiebstähle oder Schwarzfahren verzeichnet, dafür etwas mehr Gewaltdelikte.

Der Erledigungsquotient ging von 102 auf 98 Prozent zurück. Von den Delinquenten waren 82 Prozent Männer. Der Ausländeranteil lag bei 44 Prozent. Bei Gewalt- und Vermögensdelikten hingegen lag er bei bis zu 50 Prozent.

Die Luzerner Staatsanwaltschaft beschäftigte 2016 151 Personen und zählte 120 Vollzeitstellen. Der Frauenanteil lag bei 60 Prozent.