«Das weinende Auge ist ein wenig grösser»

Nationalratspräsident Ruedi Lustenberger eröffnet am Montag in Bern die Wintersession. Damit ist das Jahr für den Entlebucher CVP-Politiker als höchster Schweizer zu Ende. «Es ist eine gewisse Wehmut da», blickt Ruedi Lustenberger auf eine bewegte Amtszeit zurück.

Ruedi Lustenberger am 25. November 2013 nach seiner Wahl zum Nationalratspräsidenten.

Bildlegende: Ruedi Lustenberger am 25. November 2013 nach seiner Wahl zum Nationalratspräsidenten. Keystone

Die letzten zwölf Monate seien «als Ganzes» wunderschön gewesen, blickt Ruedi Lustenberger auf seine Amtszeit zurück. Er absolvierte über 200 Auftritte in der ganzen Schweiz. Zwei Momente bezeichnet der Romooser in seiner Zeit als höchster Schweizer als «sehr schwierig».

Einerseits als er den Präsidenten des russischen Parlaments wegen der Ukraine-Krise ausladen musste. Andererseits als Ruedi Lustenberger bei dem Geschäft der Waffenausfuhr den Stichentscheid geben musste und dafür stimmte. Die Kritik an ihm danach sei für ihn «fast unerträglich» geworden.

Ruedi Lustenberger lässt aktuell offen, ob er bei den National-und Ständeratswahlen im Herbst 2015 nochmals antritt.