«Der Kanton Luzern hat sich in eine Sackgasse manövriert»

Die Finanzpolitik des Kantons Luzern habe in ein Schlamassel geführt, nun zahle die Bevölkerung dafür einen hohen Preis. Dies kritisierte eine «Landsgemeinde» der Luzerner Allianz für Lebensqualität am Dienstag Abend. Sie fordert, dass der Leistungsabbau des Staates beendet werden müsse.

Die Versammlung der «Landgemeinde» gegen die Sparpolitik im Luzerner Kantonsratssaal.

Bildlegende: Die «Landsgemeinde» gegen die Sparpolitik im Luzerner Kantonsratssaal. SRF

Die Luzerner Allianz für Lebensqualität ist ein Zusammenschluss von Personalverbänden, sozialen Institutionen, Umweltorganisationen und linken Parteien. Über 150 Personen folgten ihrem Aufruf zur «Landsgemeinde» im Luzerner Kantonsratssaal.

Finanzloch von 500 Millionen Franken

Der Kanton Luzern muss allein in den nächsten drei Jahren ein Finanzloch von 500 Millionen Franken schliessen. Sprecher aus verschiedenen Bereichen führten aus, welche Auswirkungen die geplanten Sparmassnahmen für Angestellte und Bevölkerung haben. Bei der Polizei, wo Stellen nicht besetzt würden, was bei der Sicherheit fatale Folgen haben könnte. Beim öffentlichen Verkehr, wo das Angebot ausgedünnt und Investitionen verschoben würden. Bei den Kantonsangestellten, deren Arbeitsbedingungen schlechter würden. Oder bei Behinderten, wo eine angemessene Betreuung nicht mehr gewährleistet sei.

Resolution einstimmig beschlossen

Einstimmig verabschiedete die Versammlung eine Resolution. Diese ruft zur Solidarität auf. Es brauche endlich wieder eine Diskussion über die vom Staat erbrachten Leistungen statt nur über deren Kosten.