Der Kanton Schwyz plant ohne Nationalbankgelder

Der Kanton Schwyz plant in seinem Finanzhaushalt keine Gelder der Nationalbank ein. Dies teilte der Regierungsrat in einer Antwort auf eine Interpellation der SP aus dem Kantonsrat mit. Die Gewinnausschüttung könne nicht mehr als stetige Grösse eingeplant werden.

Die Gewinnausschüttung der Nationalbank sei im Vergleich zu früher volatil geworden, schreibt der Regierungsrat. So habe die Nationalbank aus dem Geschäftsjahr 2013 keine Ausschüttung geleistet, aus dem von 2014 aber eine doppelt so hohe wie normal.

Emblem der Schweizerischen Nationalbank.

Bildlegende: Die unregelmässigen Ausschüttungen der Nationalbank machen das Planen für die Kantone schwierig. Keystone

Schwyz hatte bereits für 2015 wegen den hohen Fremdwährungsbeständen der Nationalbank auf eine Budgetierung einer Ausschüttung verzichtet.

Wie der Regierungsrat schreibt, soll auch für 2016 bis 2019 kein Nationalbankgeld eingeplant werden.

Allfällige Ausschüttungen würden dem Kanton dennoch sehr nützlich sein. Er könne damit das Defizit reduzieren und die Eigenkapitalhöhe aufbauen. Der Kanton Schwyz erhält von der Nationalbank für 2014 24,8 Millionen Franken. Das sind 12,5 Millionen Franken mehr als im Voranschlag geplant.