Kriminalität im Kanton Zug Deutlich mehr Fälle von häuslicher Gewalt

Die Zahl der im Kanton Zug verübten Delikte ist 2016 leicht zurückgegangen. Die Kriminalstatistik weist aber deutlich mehr Fälle von häuslicher Gewalt aus. Ebenfalls zugenommen haben Delikte gegen die sexuelle Integrität und Gewalt gegen Behörden und Beamte.

Schattenspiel mit Händen.

Bildlegende: Die Kriminalstatistik zeigt es: Delikte gegen die sexuelle Integrität haben deutlich zugenommen. Keystone

Mehr als einmal pro Tag musste im vergangenen Jahr eine Polizeipatrouille wegen häuslicher Gewalt ausrücken. Die Zahl stieg von 361 im Vorjahr auf 402. Auch wurden fast doppelt so viele Massnahmen wie im Vorjahr ausgesprochen. Um markante 41 Prozent zugenommen, haben auch die Delikte gegen die sexuelle Integrität.

Diese Zunahme sei vor allem darauf zurückzuführen, dass mehr Anzeigen wegen sexueller Nötigung und sexueller Handlungen mit Kindern gemacht wurden, heisst es weiter. Deutlich zugenommen hat auch der Tatbestand der Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte sowie Ungehorsam gegen amtliche Verfügungen.

Markant gesunken sind hingegen sowohl die schweren Leib-und-Leben-Delikte als auch die schweren Körperverletzungen. Erneut zurückgegangen sind auch die Einbruchszahlen. Insgesamt liegt die Zahl der im Kanton Zug registrierten Straftaten deutlich unter dem nationalen Schnitt.