«Die Box»: Eine mögliche neue Spielstätte fürs Luzerner Theater

Mit dem neuen Intendanten Benedikt von Peter soll das Luzerner Theater auch ein neues Herzstück erhalten: Es handelt sich dabei um einen zusätzlichen Spielort zwischen dem Theater und der Jesuitenkirche, die sogenannte Box. Diese soll als Aufführungs- und auch Begegnungsort dienen.

Bei der Box handelt es sich um ein 200 Quadratmeter grosses, temporäres Gebäude. Es zeichnet sich durch verschiebbare Wände und flexible Tribünen aus und dürfte rund 150 Sitzplätze zur Verfügung stellen. Das Bewilligungsverfahren für den Bau läuft seit Mittwoch.

Lanciert hat die Box der neue Intendant Benedikt von Peter, der Dominique Mentha zur Saison 16/17 ablöst. Seine Intendanz stehe im Zeichen der Offenheit. Er wolle rausgehen in die Stadt und die klassische gesellschaftsbildende Funktion des Theaters ins Zentrum rücken.

So soll die Box nicht nur Aufführungs- sondern auch Begegnungsort werden. Ausserdem soll sie das über 175 Jahre alte Theatergebäude entlasten. Der Bau kostet rund 800'000 Franken und wird von privaten Geldgebern finanziert. Der Betrieb soll selbsttragend sein.

Bis 2023 soll in Luzern ein neues Musiktheater, die Salle Modulable, gebaut werden, in dem auch das Luzerner Theater untergebracht wird. Ein möglicher Standort ist der des heutigen Theaters mit der Freifläche, auf der die Box zu stehen kommt.

Wechsel im Stiftungsrat

Nicht nur die Intendanz wechselt - auch beim Stiftungsrat des Luzerner Theaters gibt es eine Änderung. Stiftungsratspräsident Kurt W. Meyer gibt sein Amt nach acht Jahren ab. Ab Januar ist Birgit Aufterbeck neue Stiftungsratspräsidentin. Sie gehört bereits seit zwei Jahren dem Stiftungsrat an. Birgit Aufterbeck freut sich auf die neue Aufgabe. Sie liebe Herausforderungen, insbesondere wenn es eine Herzensangelegenheit wie diese sei. Die neue Box sei ein Zeichen für die neue Ära. «Wir wollen hier Avantgarde. Wir wollen Meilensteine setzen. Da können wir nicht warten.»