«Die Kunst ermöglichte mir einen anderen Zugang zu China»

Unternehmer, Diplomat, Kunstsammler, Schlossherr. Dies alles ist Uli Sigg. Vor allem aber ist der 69-Jährige ein grosser Kenner von China. Uli Sigg realisierte in den 1980er Jahren für den Liftbauer Schindler den Markteintritt in China. Nun ist er Hauptprotagonist in einem Dokumentarfilm.

Der Luzerner Kunstsammler Uli Sigg in seinem Schloss in Mauensee.

Bildlegende: Der Luzerner Kunstsammler Uli Sigg in seinem Schloss in Mauensee. Keystone

Im Film des Regisseurs Michael Schindhelm kehrt Uli Sigg nach China zurück, an die Orte, an denen für ihn sein China-Abenteuer begann. «Diese Rückkehr war sehr speziell und nostalgisch», sagt Uli Sigg im Gespräch mit Radio SRF.

«Ich habe in den 1980er Jahren ein diffuses Gefühl gehabt, dass China einmal wieder wichtig werden könnte in der Weltwirtschaft.» Aber wie genau und vor allem wann, das habe niemand voraussagen können.

Seine Faszination für die zeitgenössische chinesische Kunst begründet Uli Sigg so: «Ich war schon früher mit der westlichen Gegenwartskunst vertraut, deshalb war es für mich in China normal, zu schauen, was die chinesischen Künstler machen.»

Aber auch aus einem anderen Grund, begann Uli Sigg chinesische Kunst zu sammeln. «Ich erhoffte mir einen anderen Zugang zum Land über die Kunst, weil im Geschäftsleben konnte und durfte man nur wenig von der Realität Chinas sehen.»

Regionaljournal Zentralschweiz, 17:30 Uhr