Die Rolle der Denkmalpflege auf dem Bürgenstock

Auf dem Bürgenstock entsteht zurzeit ein neues Resort mit einem Investitionsvolumen von 485 Millionen Franken. An einer Medienkonferenz wurde über die «Gratwanderung» zwischen Denkmalpflege und notwendiger Erneuerung informiert.

Visualisierung der Grand Residence Suiten auf dem Bürgenstock

Bildlegende: Die Grand Residence Suiten - ein Teil des neuen Bürgenstock-Resorts (Visualisierung). zvg

Für den Nidwaldner Bildungsdirektor Res Schmid ist es keine Frage, «dass der Regierungsrat die Bauherrschaft in ihren Bestrebungen unterstützt, das Bürgenstock Resort zu entwickeln». Bund und Kanton würden deshalb rund eine Million Franken für die fachgerechte Restaurierung der geschützten Kleinobjekte bereitstellen; rund 600'000 Franken entfallen auf den Kanton Nidwalden.

Bei diesen Kleinbauten handelt es sich um Bauten aus den 1950-er und 1960-er Jahren (Wetterstation, Stickereigebäude, Gübelin-Gebäude). Im Gegensatz zu den alten Hotelbauten weisen diese Kleinbauten einen hohen Anteil an historischer Bausubstanz auf und sind nahezu in ihrem originalen Zustand erhalten geblieben.

Bausubstanz der historischen Hotels schlecht

Anders liegt der Fall beim Grand Hotel, dessen Teilabbruch auf Kritik gestossen ist. Regierungsrat Schmid bekundet Verständnis für diese Kritik. «Doch die Bausubstanz des aus dem Jahre 1873 stammenden und ursprünglich als reines Sommerhotel realisierten Grand Hotel wies derart viele Mängel auf, dass ein Beharren auf dem Erhalt unverhältnismässig gewesen wäre.»

Vom Grand Hotel nur noch die Fassade

Auch die Raumeinteilung entsprach nicht mehr den heutigen Standards. Dazu Bruno H. Schöpfer, Direktor der Betreiberin Katara Hospitality Switzerland: «Wir bauen beim Grand Hotel die Fassade originalgetreu wieder auf.» Im Innern jedoch gibt es grosszügigere Räume für die künftigen Suiten.

Das geplante Resort auf dem Bürgenstock umfasst drei Hotels mit 400 Zimmer, 68 Residence-Suiten, einen Alpine Spa, ein Konferenzzentrum und zwölf Restaurants und Bars. Betreiberin ist die Katara Hospitality Switzerland AG, zu der auch das Hotel Royal Savoy in Lausanne und das Hotel Schweizerhof in Bern gehören.