Die unendliche Diskussion über Kapellbrücken-Bilder geht weiter

Die Junge FDP der Stadt Luzern befeuert die Diskussion um die Zukunft der Kapellbrücken-Bilder mit einer Volksinitiative. Sie will, dass Kopien der Bilder im Giebel aufgehängt werden. Der Stadtrat will sich der Diskussion stellen - bekräftigt aber seine bisherige Haltung.

Ein Bild im Giebel der Kapellbrücke in Luzern

Bildlegende: Die Bilder auf der Luzerner Kapellbrücke geben weiter zu reden. Keystone

Die Stadtregierung, das Parlament und die Denkmalpflege sind sich bisher einig gewesen: Die Lücken im Bilderzyklus sollen nicht durch Kopien der verbrannten Bilder gefüllt werden, welche 2008 auf private Initiative erstellt worden sind. Die heutige Hängeordnung sei das Ergebnis intensiver fachlicher und politischer Auseinandersetzungen.

Die Initiative der Jungen FDP Luzern «Die Bilder gehören auf die Brücke» lanciert die Debatte neu. Sie verlangt, dass künftig das Parlament statt der Stadtrat über die Hängeordnung entscheiden kann.

Stadtpräsident Stefan Roth erklärt gegenüber dem Regionaljournal Zentralschweiz, der Stadtrat sei bereit, diese Diskussion mit der Bevölkerung zu führen. Aber an seiner Haltung habe sich nichts geändert: Eine Schliessung der Lücken sei allenfalls dann denkbar, falls - wieder von privater Seite - qualitativ hochstehendere Kopien angefertigt würden.