«Ehrenamtliche Arbeit im Katholischen Frauenbund bleibt wichtig»

In Sempach feierten am Samstag 200 Gäste das 100-Jahr-Jubiläum des Katholischen Frauenbundes des Kantons Luzern. Die Präsidentin Agnes Hodel-Wyss ist überzeugt, dass das ehrenamtliche Engagement der Frauen auch in Zukunft wichtig bleibt. Zur Zeit zählt der Verband 30'000 Mitglieder.

Portrait von Agnes Hodel-Wyss

Bildlegende: Agnes Hodel-Wyss ist seit einem Jahr Präsidentin des Schweizerischen Katholischen Frauenbundes Luzern. SRF

Viele soziale Aufgaben, die früher die Frauen des Schweizerischen Katholischen Frauenbundes SKF geleistet haben, übernimmt heute der Staat. Dennoch sei das ehrenamtliche Engagement der Frauen auch in Zukunft wichtig, denn die öffentliche Hand könne nicht alles übernehmen, zum Beispiel in der Nachbarschaftshilfe oder bei der Betreuung von alten Menschen, erklärt Agnes Hodel-Wyss im Sonntagsgespräch mit dem Regionaljournal Zentralschweiz.

Die 53-jährige aus Willisau ist seit einem Jahr Präsidentin des Luzerner Kantonalverbandes des SKF. Wichtig sei in Zukunft auch das Engagement des Katholischen Frauenbundes bei der Integration von Ausländerinnen und Ausländern und im Asylbereich.

Erstaunlich sei, dass es dem SKF nicht schwer falle, Frauen für die ehrenamtliche Arbeit zu finden. Auch wenn der SKF ein klar katholisches Label trage, seien längst nicht alle Mitglieder mit der Kirche verbunden. Wichtiger sei eine Grundhaltung, welche die christlichen Werte von Mitmenschlichkeit aufnehme.