Ein positiver Blick auf den Lebensabend

«Falten» - der neue Dokumentarfilm der Luzerner Filmemacherin Silvia Häselbarth stellt fünf Menschen aus der Zentralschweiz ins Zentrum. Sie erzählen über Wünsche und Träume im Alter, was mit den Jahren schwieriger wird und was leichter fällt. Eine der Porträtierten ist die 83-jährige Rita Maeder.

Der Dokumentarfilm «Falten» sei entstanden, als Silvia Häselbarth bewusst wurde, dass ihre Eltern langsam gegen 80 zugehen. «In meinen Augen sind sie immer noch jung und modern. Aber für Aussenstehnde sind sie einfach nur ein Rentnerpaar», sagt Silvia Häselbarth. Sie wollte wissen, was ältere Menschen antreibt, wie sie mit dem Alter umgehen. Diese Fragen stellt Silvia Häselbarth in ihrem Film «Falten» zwei Männern und drei Frauen.

Mit über 80 immer noch voll im Leben

«Am Anfang erschreckt man schon ein bisschen, wenn jemand kommt und sagt: Ich möchte, dass du in meinem Film 'Falten' mitmachst. Aber es stimmt ja. Wenn ich mich im Spiegel anschaue, habe ich ja Falten». Rita Maeder ist 83 Jahre alt. Sie ist Bewegungspädagogin und spielt seit Jahrzehnten leidenschaftlich Theater.

«  Wenn Leute von 80-jährigen sprechen, denke ich mir manchmal, Jesses, das bin ich ja auch! »

Rita Maeder
83 Jahre alt

Das Älterwerden bereitet ihr wenig Sorgen. Sie sei immer noch so aktiv, dass sie gar nicht bemerke, dass sie schon so alt ist. Angst habe sie nur davor, irgendwann ihre Selbständigkeit zu verlieren, sagt Rita Maeder.

Silvia Häselbarth wollte einen positiven Film übers Altern machen. Häufig werde über alte kranke Menschen berichtet. «Ich kenne einige ältere Menschen und die sind alle fit. Und das wollte ich zeigen. Das alt sein und werden etwas Schönes ist».

Regionaljournal Zentralschweiz, 17:30 Uhr