«Eltern weg vom Spielfeld» - Emmen setzt auf Elternzonen

Der Sportclub Emmen sperrt bei Fussballspielen der Junioren das Spielfeld mit einem Markierungsband ab. Damit soll verhindert werden, dass Eltern sich ins Spiel einmischen. Emmen setzt damit die Empfehlung des Innerschweizerischen Fussballverbandes um.

Das Fussballfeld in Emmen ist mit einem rot-weissen Markierungsband abgesperrt.

Bildlegende: Das rot-weisse «Absperrband» soll einen emotionalen Abstand zwischen Eltern und Junioren-Fussballern schaffen. SRF

Beim Fussballmatch der Junioren des SC Emmen gegen den FC Ägeri sorgte ein rot-weisses Plastikband für die nötige Distanz zu den Zuschauerinnen und Zuschauern.

Die Massnahme, Eltern vom Spielfeldrand fernzuhalten, kommt bei Vätern, Müttern oder Mitglieder des SC Emmen unterschiedlich an. «Das Absperrband ist super» sagen die einen - andere erachten es als nutzlos. «Wenn ein Vater seine Emotionen nicht unter Kontrolle hat und aufs Spielfeld will - so nützt auch dieses Band nichts» meint ein weiterer Zuschauer.

Aus Sicht von Markus Studer, Juniorentrainer und Präsident des SC Emmen, ist diese Trennlinie durchaus sinnvoll: «Es ist eine symbolische Grenze. Wenn jemand auf den Rasen will, wird er dadurch vermutlich nicht aufgehalten. Aber ich glaube, dass damit die Hemmschwelle höher ist».

Der Innerschweizerische Fussballverband hat auf die neue Saison hin die Kampagne «Eltern weg vom Spielfeldrand» lanciert. In der Saison 2015/16 gilt sie als Empfehlung.

Regionaljournal Zentralschweiz; 17.30 Uhr