Entschädigung für Fluglärm auch in der Gemeinde Emmen?

Die Freiburger Gemeinde Morens liegt nur wenige hundert Meter vom Militärflugplatz Payerne entfernt. Weil der Fluglärm immer stärker wird, kann hier kein Haus mehr gebaut werden. Ein Härtefall, findet die Armee und zahlt der Gemeinde eine Entschädigung. Emmen überlegt sich Forderungen.

Zwei Militärflugzeuge stehen auf der Startbahn des Flugplatzes Emmen.

Bildlegende: Die Gemeinde Emmen erwartet in Zukunft mehr Fluglärm. Keystone

Die Freiburger Gemeinde Morens und die Luzerner Gemeinde Emmen haben beide das gleiche Schicksal. Beide Gemeinden befinden sich unmittelbar neben einem Militärflugplatz und leiden deshalb unter dem Fluglärm. In Morens ist es gar so schlimm, dass keine Häuser mehr gebaut werden können. Deshalb erhält die Gemeinde eine finanzielle Entschädigung von der Armee in der Höhe von mehreren Hunderttausend Franken.

«Die Gemeinde Morens ist noch stärker betroffen vom Fluglärm als wir. Auch wir können in unmittelbarer Flugplatznähe keine Häuser mehr bauen, aber wir haben dafür anderswo Entwicklungspotenzial. Trotzdem werden wir die Entwicklung des Fluglärms in der Zukunft genau beobachten und wenn nötig Forderungen stellen», so der Emmer Gemeindepräsident Rolf Born gegenüber dem Regionaljournal Zetnralschweiz.

Auch wenn mit dem neuen Stationierungskonzept der Armee der Fluglärm in Emmen wahrscheinlich zunehmen werde, profitiere man ja auch wirtschaftlich und von der Infrastruktur des Militärstandorts Emmen, sagt Born weiter. Falls der Fluglärm allerdings unzumutbar werde, werde man sicherlich reagieren.