Entspannung dank Hochwasser-Verbauungen

Millionen von Franken haben die Zentralschweizer Kantone in den Hochwasserschutz investiert. Und sie tun es noch immer. Eine Umfrage bei den Verantwortlichen zeigt nun: Die Regenmengen der letzten Tage waren zwar kein Härtetest für die Verbauungen, doch dank ihnen haben die Gewässer mehr Kapazität.

Der Pegel des Vierwaldstättersees stand am Freitagnachmittag deutlich unter dem kritischen Wert. «Dank dem erneuerten Reusswehr können wir in Regenperioden schneller und einfacher reagieren», sagt Daniel Arnold von der Abteilung Naturgefahren des Kantons Luzern.

Das Wehr sei zwar am Dienstag kurz abgesenkt worden, damit eine grössere Wassermenge durchfliessen konnte. Allerdings wurde die Massnahme bereits am Tag darauf wieder aufgehoben. Auch die Situation an der Kleinen Emme oder beim Seetalplatz ist trotz der langen Regenphase nicht prekär, wie Arnold weiter sagte.

Aufmerksam bleiben trotz Verbauungen

Auch in den anderen Zentralschweizer Kantonen ist die Lage alles andere als angespannt. Dennoch wird beispielsweise im Kanton Schwyz die Muota genau beobachtet. Gleiches gilt für den Schächenbach im Kanton Uri, die Engelberger Aa im Kanton Nidwalden oder den Sarnersee im Kanton Obwalden.

Dort hat Viktor Schmidiger die Gewässer im Auge. Er sagt zur aktuellen Situation: «Dank des Ausbaus der Grossen Melchaa, der kürzlich abgeschlossen wurde, sehen wir der Situation deutlich entspannter zu. Das wäre vor Jahren noch anders gewesen.»

Regionaljournal Zentralschweiz, 17.30 Uhr

Aktuelle Pegelstände