Fernwärme-Netz wird von Perlen nach Emmen verlängert

Die Kehrichtverbrennungsanlage in Perlen liefert künftig auch Abwärme nach Emmen. Die Fernwärme Luzern AG hat beschlossen, eine Transportleitung von Perlen nach Emmen zu bauen. Der Effekt: Die geplante Heizzentrale in der Nähe der Swiss Steel in Emmenbrücke kann kleiner gebaut werden.

Ein Bagger verlegt Rohre für ein Fernwärmenetz.

Bildlegende: Am 1. Oktober 2014 wurden die ersten Leitungen des Fernwärmenetzes Rontal verlegt. Nun wird das Netz ausgebaut. zvg

Seit rund einem Jahr ist die riesige Kehricht-Verbrennungsanlage Renergia in Perlen in Betrieb. Ihre Abwärme wird zu einem grossen Teil an die «Perlen Papier»-Fabrik geliefert. Weiter wird das Fernwärmenetz Rontal mit der Abwärme der Renergia gespeist.

In der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass die Papier-Fabrik Perlen weniger Abwärme bezieht als ursprünglich geplant. Dadurch kann die Verbrennungsanlage zusätzliche Kunden mit Wärme bedienen.

Ausbau bringt Vorteile

Deshalb soll nun auch Emmen mit Abwärme aus Perlen versorgt werden: Die zuständige Energie Wasser Luzern (EWL) plant eine Kombination aus der Abwärmenutzung der Renergia und der Abwärmenutzung aus dem Walzwerk der Swiss Steel in Emmenbrücke.

Eine solche Lösung biete eine ökonomisch und ökologisch bestmögliche und sinnvolle Verwertung der regional vorhanden Abwärme, so EWL. In der Nähe der Swiss Steel war bereits vorher eine Heizzentrale geplant. Diese könne nun kleiner gebaut werden als ursprünglich geplant. Dank der zusätzlichen Wärme aus Perlen müsse neu auch kein zusätzliches Holz verfeuert werden.