Fridolin Schwitter geht ins Frauenkloster

Bis 2009 war er Wirtschaftsförderer der Stadt Luzern, dann kümmerte er sich für die Kapuziner um den Ausbau und die Öffnung des Klosters Wesemlin. Nun geht Fridolin Schwitter eine neue Herausforderung an. In St. Gallen kümmert er sich um das Kloster Notkersegg - ein geschlossenes Frauenkloster...

Der Luzerner Stadtrat ehrte Fridolin Schwitter am Dreikönigstag für seinen Einsatz für das Kapuzinerkloster Wesemlin. Schwitter war als «Bruder auf Zeit» bei den Kapuzinern und leitete die Spendenkampagne, die den Ausbaus des Klosters ermöglicht.

Der nächste Schritt für Fridolin Schwitter wäre der Ordenseintritt gewesen. Nun bleibt er zwar dem Klosterleben treu, aber auf ganz andere Art: Er geht ins geschlossene Frauenkloster Notkersegg in St. Gallen. «Ich werde dort frater familaris, also Zugehöriger der Klosterfamilie», erklärt Schwitter im Gespräch. Er wolle versuchen, dem Haus, wo heute nur noch sieben Schwester wohnen, wieder neuen Schwung zu geben.

Ein Mann im Frauenkloster? «Das ist natürlich schon etwas Spezielles», sagt Fridolin Schwitter, «der Bischof von St. Gallen musste seine Einwilligung geben. Ich habe aber eine getrennte Wohnsituation auf dem Areal und werde also meinen Freiraum haben.»