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Für selbstbestimmtes Wohnen Luzerner Anlaufstelle Alter ist gut gestartet

Seit Anfang Jahr hat Luzern eine Anlaufstelle Alter. Sie bietet Unterstützung für ältere Menschen und ihre Angehörigen.

Bei der Anlaufstelle erhalten alle Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt Luzern und ihre Angehörigen kostenlos Informationen zu Fragen rund ums Thema Alter. Auf Wunsch werden die betagten Menschen auch zu Hause besucht.

Mehr Lebensqualität

Ziel der neuen Anlaufstelle ist es, selbstbestimmtes Wohnen im Alter zu ermöglichen. Die meisten Betroffenen haben den Wunsch zu Hause zu wohnen. Die Lebensqualität und das Sicherheitsgefühl seien höher, wenn man möglichst lange in seinem Quartier wohnen könne, sagte der Stadtluzerner Sozial und Sicherheitsdirektor am Dienstag.

Die Anlaufstelle geht auch aktiv auf die ältere Bevölkerung zu. Ende Jahr wurden Luzernerinnen und Luzerner mit Jahrgang 1943 angeschrieben. Mit einem einfachen Fragebogen konnten sie ihre Situation analysieren und sich bei Bedarf beraten lassen.

Gut gestartet

Das neue Angebot sei sehr wohlwollend aufgenommen worden, sagt auch die Leiterin der Anlaufstelle Evelyne Schrag: «Konkret konnten wir beispielsweise schon einem Ehepaar, wo die Frau ihren Mann pflegt, eine Haushaltshilfe vermitteln.»

Angebote wie in der Stadt Luzern gibt es bereits in anderen Regionen des Kantons. Hier habe man sich vorgängig ausgetauscht, sagt Paolo Hendry. Der Leiter der städtischen Dienstabteilung Alter und Gesundheit betont auch, die Anlaufstelle sei keine Konkurrenz zu bestehenden Organisationen wie Pro Senectute oder die Spitex. «Bis jetzt fehlte eine übergeordnete neutrale und ausgewogene Anlaufstelle», sagt Hendry. «Wir übernehmen hier eine Vermittlungsfunktion.

210'000 Franken pro Jahr

Die Anlaufstelle ist Teil der Alterspolitik, die das Stadtparlament letztes Jahr beschlossen hat. Weitere Schritte sind «Gutscheine für selbstbestimmtes Wohnen», sowie die Schaffung eines «Netzwerks Alter Luzern».

Die Anlaufstelle Alter kostet die Stadt 210'000 Franken pro Jahr. Dies seien Kosten, welche sich langfristig gesehen lohnen, sagt der Luzerner Stadtrat Martin Merki: «Mit dieser Information und Vermittlung können auch Kosten gespart werden, weil wir den Heimeintritt der Betagten verzögern können.»

Anlaufstelle Alter

Die Beratungsstelle befindet sich im gleichen Gebäude wie die Einwohnerdienste an der Obergrundstrasse. Die kostenlosen Auskünfte werden telefonisch, per E-Mail oder auf Wunsch auch zu Hause erteilt.

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