Gassenarbeit Luzern hat einen neuen Seelsorger

Ein neuer Seelsorger kümmert sich um die Gassenszene in der Stadt Luzern. Der 49-jährige Theologe Franz Zemp übernimmt diese Aufgabe in einem 30-Prozent-Pensum. Er ist der Nachfolger von Sepp Riedener, der die Gassenarbeit und -seelsorge in Luzern 30 Jahre lang geprägt hat.

Franz Zemp hat schon in seiner bisherigen Arbeit als Gemeindeleiter der Pfarrei St. Josef im Maihofquartier in Luzern Kontakt mit der Gassenszene gehabt. Dort ist das «Paradiesgässli», eine Anlaufstelle für drogensüchtige Eltern und ihre Kinder untergebracht.

Viele der Menschen, die auf der Gasse leben, Drogen- oder Alkoholprobleme haben, seien auf einen Gesprächspartner angewiesen, erklärt Franz Zemp gegenüber Radio SRF: «Leute auf der Gasse sind mit Abgründen und tragischen Schicksalen konfrontiert, viele sind froh um einen Seelsorger, dem sie sich anvertrauen können.»

Er wird darum teilweise in der Gassenküche anzutreffen sein. Franz Zemp will aber auch Öffentlichkeitsarbeit leisten. Man müsse das Bewusstsein dafür schaffen, dass die Kirche für Arme und Randständige da sein solle: «Die Kirche muss präsent sein, wo es nötig ist, da erfülle ich einen kirchlichen Auftrag.»

Franz Zemp wird weiterhin mit einem 70-Prozent-Pensum Gemeindeleiter im Maihof bleiben.

Regionaljournal Zentralschweiz 12:03 Uhr