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Gesamterneuerungswahlen Luzern Jörg Meyer soll für die SP den Regierungssitz zurückholen

Drei Leute (zwei Männer und eine Frau) an einer Medienorientierung.
Legende: Trix Dettling (links) von der Findungskommission und Parteipräsident David Roth (rechts) stellen Jörg Meyer vor. SRF

Der knapp 50-jährige Kantonsrat Jörg Meyer soll für die Luzerner SP den 2015 verlorenen Regierungssitz zurückholen. Meyer sei führungserfahren und dossierfest, sei aber auch an Lösungen interessiert, begründete die SP-Spitze am Mittwoch den Entscheid für Meyer.

SP will Regierungssitz zurückholen

Meyer ist ursprünglich Sozialarbeiter und leitet das Bildungszentrum Gesundheit Zentralschweiz Xund. Er wohnt in Adligenswil und sitzt seit 2013 im Kantonsrat. Es müssten alle politischen Kräfte in der Regierung vertreten sein, begründete Meyer seine Kandidatur.

Die SP hatte bei den Gesamterneuerungswahlen von 2015 ihren Regierungssitz verloren. Seither wird Luzern von fünf bürgerlichen Männern regiert. Seinen Rücktritt auf Ende der Legislatur bekanntgegeben hat von den Regierungsräten bislang Robert Küng (FDP).

Parteipräsident David Roth sagte, die SP gehöre in die Regierung. Die erneute Regierungsbeteiligung werde aber kein Spaziergang. Denn der Kandidat der SP ist auf die Stimmen aus den andern Parteien angewiesen. Gerade deshalb sei Meyer der Richtige, sagt Roth. Meyer habe den nötigen Durchhaltewillen und Biss für den intensiven Wahlkampf.

Warum keine Frauenkandidatur?

Die SP selber forderte wiederholt eine Frau in der Regierung. Weshalb ausgerecht sie nun einen Mann nominieren will, begründet Trix Dettling so: «Wir haben mit sehr vielen Frauen gesprochen, etwa die Hälfte der rund 40 Gespräche fanden mit Frauen statt. Aber in unserer Partei spielt das keine grosse Rolle mehr».

Auch Maria Pilotto, Mitglied der SP Frauen Kanton Luzern, hat kein Problem mit der Kandidatur eines Mannes. «Die SP-Frauen fordern von allen Politikerinnen und Politikern, sich für die Gleichbereichtigung einzusetzen. So auch von Jörg Meyer. » Sie sei überzeugt, dass er durch das sozialpolitische Engagement für die Wahlen gut gerüstet sei.

Die SP nominiert ihren Kandidaten am 15. September an einem ausserordentlichen Parteitag. Die Wahlen finden am 31. März 2019 statt.

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