Gotthard-Tunnelsanierung: Regierung muss Bericht ausarbeiten

Der Landrat des Kantons Uri beauftragt die Regierung, abzuklären, welche Auswirkungen die Sanierung des Gotthardtunnels ohne zweite Röhre hätte. Das Schweizer Stimmvolk entscheidet nächstes Jahr über den Bau einer zweiten Gotthard-Röhre.

Mann weist Autos beim Autoverlad ein.

Bildlegende: Wenn keine zweite Gotthardröhre gebaut wird, werden die Autos im Kanton Uri während der Gotthardsanierung verladen. Keystone

Nächstes Jahr wird entschieden, ob am Gotthard vor der Sanierung des Gotthardstrassentunnels eine zweite Röhre gebaut wird. Ohne diesen zweiten Tunnel müsste der bestehende wegen der Sanierung für eine längere Zeit gesperrt und ein Bahnverlad eingerichtet werden.

Ein CVP-Postulat verlangte darum im Urner Landrat, dass die Regierung abklärt, wie die konkrete Umsetzung der Gotthard-Sanierung mit Bahnverlad aussehen könnte.

«Wir müssen genau wissen, was wir wollen und was umsetzbar ist», sagte CVP-Landrat Daniel Furrer. Es dürfe nicht sein, dass in Uri der Hauptteil des Verkehrs verladen werde. Deshalb brauche es einen Bericht mit Vorschlägen. Mit 37 Ja- zu 17 Nein-Stimmen wurde dieses Anliegen gutgeheissen.

Bericht noch vor der Abstimmung

Einzig die SVP stellte sich dagegen. «Ein solcher Bericht ist Aufgabe des Bundesamtes für Strassen, Astra, dieses Amt ist der Bauherr, nicht der Kanton Uri», sagte SVP-Landrat Pascal Blöchlinger.

Die Urner Regierung muss in den kommenden Monaten unter anderem beantworten, wo die geplanten Verladestationen errichtet und wie diese betrieben werden sollen.

Beantwortet werden soll auch die Frage, welche Folgen die zusätzlich benötigte Kapazität auf der Schiene auf den öffentlichen Verkehr haben wird. Der Bericht wird noch in diesem Jahr erwartet. Die Abstimmung über die zweite Röhre ist für 2016 vorgesehen.