Gotthardkantone an der Expo: «Der Gewinn ist schwer zu messen»

An der Expo Mailand präsentieren sich die Gotthardkantone Uri, Graubünden, Tessin und Wallis mit einer Ausstellung über das Wasser. Der Urner Regierungsrat Urban Camenzind zieht vor dem Ende am 31. Oktober eine positive Bilanz. Die daraus entstandenen Gespräche seien wichtig gewesen.

Das Wasser am Gotthard fliesst in alle Himmelsrichtungen nach Europa. Die Gotthardkantone richteten im Schweizer Pavillon an der Expo dazu eine Ausstellung ein. Auf einen 21 Tonnen schweren Monolitstein aus dem Gotthardmassiv tropfte Wasser. So wollte man auf die Endlichkeit der Ressource Wasser und auf die Bedeutung des «Wasserschlosses» Gotthard aufmerksam machen.

Zusammenarbeit gestärkt

Der Urner Regierungsrat und Finanzdirektor Urban Camenzind besuchte die Weltausstellung in Mailand mehrmals und sagt: «In Zahlen ist der Gegenwert schwer zu messen, aber durch die Gespräche konnten wir die Region den Leuten näher bringen.» Nicht nur über Wasser wurde diskutiert, sondern auch über die Verkehrslage und die Bedeutung des Gotthards für Europa.

Neben dem Monolit stand jeweils ein Vertreter oder eine Vertretin der Gotthardkantone, das Gespräch mit den Besucherinnen und Besucher wurde bewusst gesucht. Es sei wichtig gewesen, dass der Kanton Uri an der Expo teilgenommen habe. Auch wenn die Zusammenarbeit nicht immer einfach gewesen sei:

«  Wenn vier Kanton zusammenarbeiten sind viele Entscheidungswege zu koordinieren. Ich bin mir aber sicher, dass es für die zukünftige Zusammenarbeit etwas bringen wird. »

Urban Camenzind
Urner Regierungsrat

Die Ausstellung «Acqua per l'Europa» war erfolgreich: Sie gewann den Preis für die beste Interpretation des Expo 2015 Themas «Den Planeten ernähren. Energie für das Leben». Zudem erhielten die Gotthardkantone den zweiten Preis für das «Beste Exponat». Vergeben wurden die Preise vom internationalen Ausstellungsmagazin «Exhibitor Magazine».