Grosse Pendlerabzüge bei den Steuern sind die Ausnahme

Wegen des Ausbaus der Bahninfrastruktur will der Bund den Pendlerabzug bei den Bundessteuern beschränken. Aufgefallen sind in diesem Zusammenhang Zahlen aus dem Kanton Zug: Ein Ehepaar machte einen Abzug von 74'000 Franken für Autokosten geltend.

Fahrzeuge auf Autobahn.

Bildlegende: In vielen Kantonen können die Kosten für das Auto ohne Obergrenze von der Steuer abgesetzt werden. Keystone

Den Abzug von 74'000 Franken habe ein Ehepaar geltend gemacht, erklärt Philipp Moos von der Zuger Steuerverwaltung gegenüber dem «Regionaljournal Zentralschweiz». Das sei zwar hoch, aber korrekt. Solch hohe Abzüge seien aber die Ausnahme.

Über eine Obergrenze für die Abzüge wurde im Kanton Zug noch nie diskutiert. Und auch im Kanton Nidwalden ist dies kein Thema. Dass in Nidwalden die längsten durchschnittlichen Arbeitswege anfallen, lässt sich laut Thomas Inderkum vom Steueramt Nidwalden mit dem Umstand erklären, dass Nidwalden ein Bergkanton sei.

Auch Uri kennt lange Arbeitswege, der Kanton liegt in der Rangliste des Bundesamts für Statistik an zweiter Stelle. Das Urner Kantonsparlament entscheidet in der Budgetdebatte, ob der Fahrkostenabzug reduziert werden soll.