Grünes Licht für elektronische Busspur beim Kantonsspital

Das Luzerner Stadtparlament hat dem Umbau der Spitalstrasse zugestimmt. Vom Spital aus Richtung Kreuzstutz wird eine so genannte elektronische Busspur eingerichtet. Das bedeutet, dass bei Stau die Gegenfahrbahn kurz gesperrt werden kann, damit die Busse die Autoschlange überholen.

Busse und Autos stehen in der Stadt Luzern im Stau.

Bildlegende: Soll bald der Vergangenheit angehören: Busse stehen auf der Spitalstrasse im Stau. zvg

Schon seit Jahren besteht das Problem, dass die Spitalstrasse in der Stadt Luzern zu Spitzenzeiten stark überlastet ist. Der Zugang zum Spital ist deshalb sehr eingeschränkt.

Für das Luzerner Stadtparlament war klar, dass Massnahmen nötig sind. Die elektronische Busspur, die der Stadtrat vorgeschlagen hatte, kam fast durchwegs gut an. Nur die SVP wehrte sich, wieder werde der Autoverkehr eingeschränkt. Die SVP verlangte eine Verbreiterung der Strasse und wollte eine eigene feste Spur für die Busse.

Eine feste Spur, die nur gerade etwa zwei Stunden lang notwendig ist, das hielten hingegen alle anderen Parteien für übertrieben. Die elektronische Busspur sei eine innovative, durchdachte Idee, die das Stauproblem der Busse auf der Spitalstrasse mit relativ geringem Aufwand lösen könne.

Mit 38 zu 2 Stimmen sagte das Parlament klar Ja zum Projekt Spitalstrasse. Dazu gehören auch andere Massnahmen wie ein neuer Velostreifen und die Verschiebung der Bushaltestelle beim Spital. Diese wird neu beim Parkhaus zu liegen kommen. So wird der Zugang zum Spital direkter und auch einfacher für Behinderte. Das ganze Projekt kostet 3,1 Millionen Franken und sollte im Sommer 2017 fertiggestellt sein.