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Zentralschweiz Haftstrafe für Hooligan nach Randale in Luzern

Ein 22-jähriger Mann ist vom Luzerner Kriminalgericht wegen Überfällen auf Passanten und Randale bei einer EM-Fussballübertragung, bei der er auch Pyros gezündet hatte, verurteilt worden. Er kassierte eine Freiheitsstrafe von 34 Monaten, ein Jahr davon unbedingt.

Orientierungstafel an Gerichtsgebäude.
Legende: Das Urteil des Kriminalgerichts ist noch nicht rechtskräftig. SRF

Gemäss dem Urteil machte sich der Mann des mehrfachen versuchten und vollendeten bandenmässigen Raubs, Angriffs, Landfriedensbruchs sowie wegen Verstössen gegen das Sprengstoffgesetz schuldig. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Von der Freiheitsstrafe über zwei Jahre und zehn Monate sass der Hooligan bereits 44 Tage in Untersuchungshaft ab. Insgesamt soll der junge Mann ein Jahr ins Gefängnis. Für die restlichen 22 Monate gilt gemäss Urteil eine Probezeit von zwei Jahren. Neben Geld für seine Opfer muss der Beschuldigte knapp 12'000 Franken Verfahrenskosten zahlen.

Der Beschuldigte überfiel gemäss Anklage vom Juni 2011 bis Februar 2012 mit Kollegen mehrmals zufällig ausgewählte Personen in der Stadt Luzern. Zudem beteiligte er sich an Ausschreitungen nach dem EM-Spiel Spanien-Kroatien im Sommer 2012 vor dem KKL.

An dem EM-Abend mit den Spielen Kroatien-Spanien und Italien-Irland waren nach Spielschluss mehrere hundert Fans vor dem KKL aneinander geraten, die dort zuvor die Spiele ihrer Mannschaften auf Grossleinwand verfolgt hatten. Die Polizei setzte Gummischrot und Wasserwerfer ein.

Die Luzerner Staatsanwaltschaft bestrafte nach dem Vorfall im Januar 2013 18 Personen im Alter zwischen 18 und 27 mit Geldstrafen und Bussen. Ein Teil der Randalierer wurde mit Hilfe von Fahndungsfotos identifiziert, die im Internet publiziert worden waren.

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