Heizen mit Abwasser in Luzerner Schulhäusern

Die Schulhäuser Musegg und Mariahilf in der Luzerner Altstadt sollen künftig mit der Abwärme des Abwassers aus der Altstadt beheizt werden. Die Stadtregierung möchte dafür einen Liefervertrag mit dem städtischen Energieversorger ewl abschliessen.

Schulhaus Musegg in Luzern

Bildlegende: Das Schulhaus in Musegg in Luzern wird künftig durch die Abwärme von Abwasser geheizt. Radio 3Fach

Ab Herbst 2016 sollen in den beiden Schulhäusern die heutigen Gasheizungen abgestellt und durch Abwasserwärmepumpen ersetzt werden. So könnten über 100 Tonnen Heizöl eingespart werden.

Erdsonden, eine Pelletsanlage oder auch eine Solaranlage seien keine Option gewesen, schreibt der Stadtrat, und zwar aus denkmalschützerischen Überlegungen und weil die Zufahrtsmöglichkeiten in der Altstadt beschränkt seien.

Aktuell wird der Abwasserkanal im Löwengraben und der Grabenstrasse saniert. Dort sollen Wärmetauscher eingebaut werden. Diese würden dann dem Abwasser die Wärme entziehen.

Der Luzerner Stadtrat rechnet mit einer einmaligen Investition von 175'000 Franken. Die jährlichen Heizkosten würden sich auf 334'000 Franken pro Jahr belaufen.