Hochstamm Seetal muss sich neu ausrichten

Die Hochstamm Seetal AG hat finanzielle Probleme. Die Fördergelder von Bund und Kanton fliessen nicht mehr und nun muss sich die AG neu organisieren. Das Geschäft wird ausgelagert.

Hochstammbäume in Blüte.

Bildlegende: Die Hochstamm Seetal AG lancierte regionale Produkte wie Seetaler Most, Konfitüre oder Balsamessig. Keystone

Das Projekt «Hochstamm Seetal» wurde 2009 gestartet und mit öffentlichen Geldern zur Förderung regionaler Entwicklung unterstützt. Insgesamt flossen rund 3 Millionen Franken von Bund und Kanton ins Seetal an der Grenze zwischen Luzern und dem Aargau. Die Unterstützung war auf 6 Jahre limitiert.

Da die Umsatzentwicklungen deutlich unter den Erwartungen liegen und die öffentlichen Gelder künftig ausbleiben, muss die AG die Notbremse ziehen. «Wir wollen handeln, bevor es zu spät ist», sagt der Verwaltungspräsident der Hochstamm Seetal AG, Josef Achermann.

Die AG lagert das operative Geschäft deshalb in eine neue GmbH aus, die von zwei Landwirten und dem bisherigen Geschäftsführer gegründet wird, schreibt die «Bauernzeitung» in ihrer aktuellen Ausgabe.

Die Hochstamm Seetal AG sei noch immer eine gute Sache, auch wenn man jetzt neue operative Wege einschlage, sagt Verwaltungsratspräsident Josef Achermann gegenüber Radio SRF. «Das öffentliche Geld ist gut investiert, da unzählige Bauern profitieren konnten». Es sei kein Geld verschleudert worden.

Regionaljournal Zentralschweiz; 12.03 Uhr