Im Luzerner Seetal gibt es keine Talstrasse

Die umstrittene Talstrasse im Seetal wird nicht weiter geplant. Dies hat das Luzerner Kantonsparlament am Mittwoch entschieden. Es hält hingegen an der Umfahrung Wolhusen fest, will aber nicht mehr Geld in die Planung stecken.

Der Kantonsrat stimmte dem Strassenbauprogramm mit 85 zu 9 Stimmen zu. Nur ein Teil der im Strassenbauprogramm aufgeführten Projekte werden bis 2018 geplant oder gebaut. Am meisten zu diskutieren gaben zwei Strassenprojekte, die je über 100 Millionen Franken kosten dürften. Es handelt sich um die Talstrasse Seetal und die Umfahrung Wolhusen.

Verbesserungen statt Talstrasse

Die vorberatende Ratskommission beantragt, das Vorhaben aufzugeben. Sie begründete den Verzicht mit der Opposition in der Region. Es sei im 21. Jahrhundert kaum mehr möglich, eine neue Strasse mitten durch die grüne Wiese zu bauen. Die Befürworter der Talstrasse forderten, dass die vier Varianten fertig geplant würden. Die Seetaler Bevölkerung wolle ein Projekt, über das sie entscheiden könne.

Das Parlament strich die Talstrasse aus dem Strassenbauprogramm, setzte aber Mittel für alternative Massnahmen ein. Bei der Umfahrung Wolhusen beschloss es, die Planung nicht weiter zu beschleunigen.