Jedes sechste Kind in Luzern wird im Vorschulalter fremdbetreut

Im Kanton Luzern besuchen 14 Prozent der Kinder eine Kindertagesstätte oder eine Tagesfamilie, 21 Prozent nutzen das Angebot einer Spielgruppe. Das Betreuungsangebot wächst stetig, ist aber immer noch nicht so gross wie die Nachfrage.

Eine Tagesmutter liest drei Kindern eine Geschichte vor.

Bildlegende: Tagesfamilien und Kindertagesstätten sind beliebt im Kanton Luzern. Keystone

Ein Drittel der Kitas im Kanton Luzern müssen Kinder ablehnen, weil sie keinen Platz mehr haben. Dies geht aus einer Studie hervor, die der Kanton in Auftrag gegeben hat. Wie viele Kinder keinen Betreuungsplatz finden, geht daraus aber nicht hervor, denn «viele Eltern melden ihre Kinder an verschiedenen Orten gleichzeitig an», sagt Andrea Banz von der Fachstelle Gesellschaftsfragen.

Insgesamt gehen 14 Prozent der Kinder im Vorschulalter in eine Tagesfamilie oder eine Kindertagesstätte. 21 Prozent besuchen eine Spielgruppe. Im Kanton Luzern existierten im vergangenen Jahr in 23 von 87
Gemeinden eine Kita. In 62 Gemeinden gab es Tagesfamilien und in
über 70 Gemeinden besuchten Kinder eine Spielgruppe.

Die Studie zeigt ausserdem, dass in ländlichen Teilen des Kantons der Anteil an Tagesfamilien höher ist und es in der Stadt und Agglomeration mehr Kindertagesstätten gibt. «Wahrscheinlich weil es für die Familien auf dem Land einfacher ist, eine Tagesfamilie zu finden, die in der Nähe ist, als eine Kita», sagt Andrea Banz.