«Jetzt muss die Zuger Stadtverwaltung eine Extrarunde drehen»

Die Verwaltung der Stadt Zug soll in der Altstadt bleiben und die Stadt soll den 2012 erworbenen ehemaligen Hauptsitz von Landis+Gyr wieder verkaufen. Dies fordert eine Zuger Doppelinitiative. Der Stadtpräsident ärgert sich.

Ein altes Industriegebäude mit 7 Stockwerken.

Bildlegende: In dieses Gebäude soll die Zuger Stadtverwaltung dereinst einziehen. Keystone

«Die Stimmberechtigen der Stadt Zug haben uns das Ok gegeben, das alte Landis+Gyr Gebäude zu kaufen und später einzuziehen. Dass nun Initianten diese fast zweijährige Planung über den Haufen werfen wollen, ist ein bisschen mühsam. Wir vom Stadtrat bleiben dabei, ein Umzug neben den Bahnhof Zug bringt nur Vorteile», sagt Dolfi Müller, Stadtpräsident von Zug, gegenüber dem «Regionaljournal Zentralschweiz».

Die Inititanten verlangen, dass die städtische Verwaltung in der Altstadt beim Kolinplatz bleiben müsse, dies habe einerseits Tradition, andererseits brauche es Leben in der Altstadt. «Die Leute kommen nicht wegen der Verwaltung in die Altstadt, sondern wegen der Läden und den Restaurants. Es gibt also nicht mehr Leben, wenn wir da bleiben. Ausserdem spielt das Leben von Zug heute nun mal im Entwicklungsgebiet beim Bahnhof», argumentiert Müller.

«Die Kosten für eine Sanierung sind tiefer als behauptet»

Die Initianten fordern zudem, dass das 52 Millionen Franken teure Gebäude wieder verkauft werden soll. Die Sanierung würde mehrere Millionen kosten. Der Stadtpräsident hält dagegen und sagt, die Kostenschätzung für die Sanierung basiere auf einem Produktionsbetrieb, die Stadtverwaltung sei aber ein reiner Bürobetrieb. Die Kosten für eine Sanierung seien also massiv kleiner.

Der Zuger Grosse Gemeinderat muss die Initiativen noch für gültig erklären. Erst dann kann die Zuger Stimmbevölkerung ein zweites Mal über das Landis+Gyr Gebäude abstimmen.