Kanton Schwyz greift Südostbahn finanziell unter die Arme

Der Schwyzer Kantonsrat hat beschlossen, der Südostbahn die Rückzahlung eines 2,9-Millionen-Darlehens zu erlassen. Dieses Darlehnen dient dazu, die Pensionskasse der Südostbahn zu sanieren.

Ein Zug der Südostbahn fährt durch Samstagern im Kanton Schwyz

Bildlegende: Die Südostbahn muss 2,9-Millionen-Darlehen an den Kanton Schwyz nicht zurückzahlen Keystone

Die Pensionskasse der Südostbahn (SOB) befindet sich seit Jahren in Schieflage. Verschiedene Kantone und der Bund haben bereits beschlossen, mit einem Darlehen von total 33,9 Millionen Franken zu helfen. Nun hat Schwyz mit 57 zu 23 Stimmen als letzter Kanton beschlossen, der SOB die Rückzahlung gänzlich zu erlassen.

Im Kantonsrat gab es am Mittwoch nur von Seiten der SVP Widerstand. Was bei der Finanzierung des öffentlichen Verkehrs laufe, sei eine Katastrophe, kritisierte etwa Paul Fischli. Gegen diesen Vorwurf wehrte sich die Regierung: Es gehe nicht um den ÖV, sondern um Probleme bei der Vorsorgeeinrichtung.

Nach Ansicht der Kantonsratsmehrheit besteht nach dem Ja-Entscheid die Chance, die Pensionskasse der SOB nachhaltig zu sanieren. Das SOB-Vorsorgewerk wies Ende 2011 einen Deckungsgrad von knapp 85% aus. Dieser soll in den kommenden sieben Jahren wieder 100% betragen.